Die rote Stunde
Simon Njami kuratiert die 13. Dak’Art

The Red Hour, die rote Stunde, das ist „die Stunde der Metamorphosen und Veränderungen“. Und genau darum geht es in der 13. Ausgabe der Dak’Art, der bedeutendsten Biennale in Afrika. Emanzipation, Freiheit und Verantwortung sind die Themen, um die das von Simon Njami kuratierte Kunstfestival kreist. Entlehnt hat er das Bild von der roten Stunde dem 1958 entstandenen Theaterstück And the dogs went silent von Aimé Césaire, einem der Gründerväter der Négritude. Diese intellektuell-politische Strömung tritt für die kulturelle Emanzipation aller Menschen afrikanischer Herkunft ein. Die Dak’Art ist ein Resultat dieses wachsenden Selbstbewusstseins, das ungeachtet aller Konflikte auf dem Kontinent über die Jahre kontinuierlich gewachsen ist. Seit seiner ersten Ausgabe 1990 ist das Festival in der Hauptstadt des Senegal zu Afrikas wichtigster Plattform für zeitgenössische Kunst avanciert. Dieses Jahr wurden 75 Künstler aus 33 Ländern eingeladen, darunter auch Meschac Gaba, Moshekwa Langa und Kara Walker, die in der Sammlung Deutsche Bank vertreten sind.

Zum künstlerischen Leiter der 13. Dak’Art wurde Simon Njjami berufen. Der international bestens vernetzte Kurator hatte bereits die letzte Ausgabe der Biennale organisiert. Mit großem Erfolg: Die Kunstschau wurde verstärkt auch außerhalb Afrikas wahrgenommen. Bereits 2004 kuratierte Njami die bahnbrechende Schau Africa Remix und von 2001 bis 2007 war er künstlerischer Leiter der Fotografie Biennale in Bamako. 2013 konzipierte er für die Deutsche Bank KunstHalle Xenopolis. Im Zentrum der Ausstellung stand die Frage, wie Künstler das Zusammenleben der unterschiedlichsten Nationalitäten und Kulturen in den Metropolen von heute betrachten. Begleitet wird die 13. Dak'Art von einem OFF-Programm mit über 300 Veranstaltungen. Viele finden außerhalb der Metropole Dakar statt und tragen die emanzipatorische Botschaft der Biennale in das gesamte Land.

13. Dak’Art
03.05. – 02.06.2018
Dakar, Senegal