Deutsche Bank Gruppe  |  Gesellschaftliche Verantwortung  |  Sammlung Deutsche Bank  |  Deutsche Guggenheim  |  English  
Home Feature On View News Presse Archiv Service
Diese Kategorie enthält folgende Artikel
Memory - Anish Kapoor im Deutsche Guggenheim
Altniederländische Meisterwerke im Städel Museum
Deutsche Bank Stiftung fördert Frances Stark-Ausstellung im Portikus
Aktuelle Kunst aus Österreich im Essl Museum
Deutsche Bank unterstützt die 2008 California Biennial

drucken

weiterempfehlen

Memory

Anish Kapoors Auftragsarbeit für das Deutsche Guggenheim



Er gilt als einer der bedeutendsten Bildhauer der Gegenwart. Anish Kapoors intensive Auseinandersetzung mit Oberflächen, Materialien und Größenverhältnissen ist richtungweisend für die zeitgenössische Skulptur. Jetzt hat er für das Deutsche Guggenheim "Memory" realisiert - eine monumentale Installation, die die Berliner Ausstellungshalle radikal transformiert.




Dicht auf dicht fügen sich 154 aus Cor-Ten Stahl gefertigte Elemente zu einer organisch-technoiden Form. Anish Kapoors gigantische Skulptur Memory wiegt 24 Tonnen, doch die Auftragsarbeit für das Deutsche Guggenheim wirkt auf verblüffende Weise "immateriell". Das riesige rostfarbene Objekt scheint der Schwerkraft zu trotzen und nimmt auf subtile Weise Kontakt mit den Raumgrenzen, mit Wänden, Boden und Decke, auf. Mehr noch, die Arbeit des Turner Preis-Trägers bringt den Betrachter dazu, selbst aktiv zu werden, denn es gilt, sich Memory aus verschiedenen räumlichen Perspektiven zu nähern. Der Künstler beschreibt diesen Prozess als "Diagramm, das nie vollendet werden kann".

Seit den frühen 1980er Jahren ist Kapoor vor allem durch seine Erforschungen des Raums bekannt. Seine Skulpturen, Installationen und öffentlichen Kunstprojekte kennzeichnet die Arbeit mit den unterschiedlichsten Materialien, die sich durch besondere haptische oder reflektierende Qualitäten auszeichnen. Neben Stein, Wachs, Fiberglas und PVC verwendet er auch spiegelnden Edelstahl - etwa für seine Skulpturen Cloud Gate (2004) im Chicagoer Millennium Park oder Turning the World Upside Down III (1996) in der Lobby des Londoner Hauptsitzes der Deutschen Bank.

Die Skulpturen des 1954 in Bombay geborenen und in London lebenden Künstlers entziehen sich jeder narrativen oder ästhetischen Interpretation. Seine monumentalen Installationen ermöglichen dem Betrachter eine intensive, auch physische Erfahrung. So spannte Anish Kapoor für das Werk Marsyas 2002 eine blutrote Membran durch die Turbinenhalle der Londoner Tate Modern. Das Ausmaß der 120 Meter langen Skulptur machte es unmöglich, sie in ihrer Gesamtheit zu erfassen. Es galt, die Arbeit abzuschreiten und die immer wieder neu entstehenden Eindrücke zu einem vollständigen Bild zusammenzufügen.

Auch Memory, sein ambitioniertes Projekt für das Deutsche Guggenheim, unternimmt eine solche Intervention in den Ausstellungsraum, die eine vollständige Betrachtung des Werks verhindert. So provoziert die Arbeit eine neue Art, den Raum wahrzunehmen. Der Künstler selbst beschreibt diesen Prozess als Schöpfung einer "geistigen Skulptur". Denn der Betrachter muss die verschiedenen Eindrücke des enigmatischen Werks in seinem Gedächtnis zu einem Ganzen zusammensetzten. Nach Phoebe Washburns ungewöhnlicher "Grasfabrik" Regulated Fool's Milk Meadow (2007) oder Bill Violas digitaler Andachtskapelle Going Forth By Day (2002) transformiert auch Kapoors Memory die Berliner Ausstellungshalle auf radikale Weise. Im Rahmen der Guggenheim Museum´s Asian Art Initiative wird die Skulptur 2009 auch im New Yorker Solomon R. Guggenheim Museum zu sehen sein.

Anish Kapoor: Memory
30. November 2008 bis 1. Februar 2009
Deutsche Guggenheim, Berlin






Newsletter
Bleiben Sie immer Up to Date in Sachen Gegenwartskunst – mit ArtMag. Abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
 

Alternative content

Get Adobe Flash player

Feature
Erinnerung und Skulptur - Studiobesuch bei Anish Kapoor / 3M Project in New York / Reale Körper - Maria Lassnig im Interview / Im Menschenzoo – Jake & Dinos Chapman / Am Ende läuft doch alles über den Körper - Ralf Ziervogel / Malerei als Konstrukt - Bernhard Martin / Der Geist des Bauhauses ist das Experiment - Ein Interview mit Prof. Dr. Omar Akbar, Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau / Unglaubliche Sammlungsleistung - Städel-Direktor Max Hollein im Gespräch / 2008 California Biennial
News
Kandinsky Prize: Gewinner 2008 / Erste Schau der Sammlung Deutsche Bank im Mittleren Osten / Sammlung Deutschen Bank Unter den Linden für Besucher geöffnet / Turner Prize für Mark Leckey / Kunstengagement der Deutschen Bank ausgezeichnet / Ian Wallace in der Kunsthalle Zürich
Presse
Warten, bis sich der Nebel lichtet - Presse zur Frieze Art Fair 2008 / Gute Kunst im Überfluss - Kritiken zur 2008 California Biennial
Impressum  |  Rechtliche Hinweise  |  Zugänglichkeit
Copyright © 2012 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main


+  ++  +++