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Pawel Althamers "Almech" im Deutsche Guggenheim
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Kunstfabrik Unter den Linden
Pawel Althamers "Almech" im Deutsche Guggenheim


In Berlin realisiert Pawel Althamer eines seiner bislang außergewöhnlichsten Projekte. Der polnische Künstler verwandelt das Deutsche Guggenheim in eine Kunstfabrik, in der in lebensgroße skulpturale Porträts von Ausstellungsbesuchern, Künstlern und Kuratoren sowie Angestellten der Deutschen Bank, des Deutsche Guggenheim und der Guggenheim Foundation hergestellt werden. Im Laufe der Ausstellung entsteht so ein kollektives Porträt, in dem sich die unterschiedlichsten Menschen begegnen.


Almech lautet der Titel der Auftragsarbeit, die Pawel Althamer für das Deutsche Guggenheim realisiert. Und diesen Namen trägt auch die Kunststofffabrik seines Vaters, in der der Künstler schon häufig gearbeitet hat. Jetzt eröffnet der in einem Warschauer Vorort Wesola gelegene Betrieb sozusagen eine temporäre Dependance in Berlin: In der Ausstellungshalle Unter den Linden lässt Althamer Maschinen der väterlichen Firma installieren, mit denen Mitarbeiter von Almech während des Ausstellungszeitraums skulpturale Porträts von Besuchern, Künstlern und Kuratoren sowie Angestellten der Deutschen Bank, des Deutsche Guggenheim und der Guggenheim Foundation hergestellt werden herstellen. Tag für Tag kommen neue Exemplare der lebensgroßen, aus weißem Plastik gefertigten Skulpturen hinzu. Mit Almech schafft Althamer eine Hommage an die väterliche Firma und zugleich ein monumentales kollektives Porträt, welches das Deutsche Guggenheim durch seine Besucher definiert. Parallel dazu wird Almech in Polen für den Lauf der Ausstellung in "Deutsche Guggenheim" umbenannt und Teile nach Berlin liefern.

Der Tausch der Adressen und Produktionsstätten macht Sinn. Denn immer wieder hat Althamer als einer der international renommiertesten Künstler seiner Generation neue Formen von Zusammenarbeit und Gemeinschaft ausprobiert. Bei seinen partizipatorischen Projekten entstehen unverwechselbare Arbeiten, die Beteiligten und Publikum einzigartige soziale Erlebnisse ermöglichen. Seit den frühen 1990er Jahren entwickelt Althamer kollektive Projekte mit so unterschiedlichen Teilnehmern wie Schulkindern, Obdachlosen oder Freunden - sei es ein Keramik-Kurs für Menschen, die an Multipler Sklerose leiden, oder Kunstreisen mit seinen Nachbarn aus der Warschauer Plattenbausiedlung Brodno. Sie führten die Gruppe sogar bis nach Übersee: In goldene Raumanzüge gehüllt nahmen die Teilnehmer einen Charterflug nach Mali, um dort Verbindung mit dem Volk der Dogon aufzunehmen, die wiederum Kontakt mit Außerirdischen gehabt haben sollen. Außerdem reiste sie nach Brasilia, Oxford und zum Atomium in Brüssel.

Althamers Projekte mögen extravagant anmuten. Doch immer reflektiert der 1967 geborenen Künstler gesellschaftliche Prozesse und fordert zur Interaktion auf. In diesem Sinne wird auch Almech zu einer Erfahrung, die die Grenzen zwischen Kunst und Leben überschreitet - ein Gemeinschaftsprojekt, an dem jeder Besucher des Deutsche Guggenheim teilhaben kann.

Verfolgern Sie das Projekt live im Internet und werden Sie selbst zum Kunstwerk: Jeder Besucher ist eingeladen sich online zu bewerben, um als Skulptur Teil von Almech zu werden. Mehr Informationen hier.

Pawel Althamer: Almech
28.10.2011 - 16.1.2012
Deutsche Guggenheim, Berlin

Der Katalog zu Almech erscheint erst Ende November. Der umfangreich bebilderte Band verfolgt sämtliche Stadien des Projekts - von den vorbereitenden Arbeiten in Almech bis hin zur Inbetriebnahme der "Kunstfabrik" im Deutsche Guggenheim. Wer sich den Katalog rechtzeitig reserviert, hat die Chance auf eine besondere Ausgabe: Die ersten hundert vorbestellten Exemplare enthalten je eine von Pawel Althamer handsignierte Karte.

Pawel Althamer: Almech
120 Seiten, 70 Farbabbildungen, Preis: 35 €
Reservierungen für den signierten Katalog sind per Mail, telefonisch und natürlich direkt im Deutsche Guggenheim Shop möglich, unter: +49 (0)30-20 20 93 16 oder store@muse-store.de




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