Graphic design: g.u.i
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Wangechi Mutu, Deutsche Bank's Artist of the Year 2010, and Okwui Enwezor, Artistic Director of La Triennale 2012 and member of the Deutsche Bank's Global Art Advisory Council
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Wangechi Mutu, My Dirty Little Heaven (Installation Shot). Deutsche Guggenheim, Berlin, 2010. Photo: Mathias Schormann. © Deutsche Guggenheim
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Yto Barrada: Riffs (Installation shot), Deutsche Guggenheim, Berlin, 2011. Photo: Mathias Schormann. © Yto Barrada, Deutsche Guggenheim
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Alfredo Jaar, Le siècle Lévi-Strauss, 2007. Courtesy Kamel Mennour, Paris and the artist
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Mihut Boscu, Death Intercourse, 2011. Courtesy of the artist and Sabot Galerie, Cluj-Napoca
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Terry Adkins, Ulukuk, 2011.From the series “Nutjuitok (Polar Star), After Matthew
Henson 1866“. Courtesy the artist
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"Eine skurrile Mischung aus Landwirtschaftsmesse und FIAC", so harsch beurteilte die Kritik die letzte Ausgabe der Triennale in Paris. Das dürfte sich bei der aktuellen Ausgabe radikal ändern: Als Künstlerischer Direktor setzt der renommierte Kurator Okwui Enwezor neue Akzente. Die ehemalige Leistungsschau der jungen französischen Szene hat er in ein diskursives, internationales Forum verwandelt. "Intense Proximity" - Intensive Nähe" lautet das diesjährige Motto und es geht dabei um die Frage, wie Künstler auf die Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft reagieren. Enwezor, der auch zum Global Art Advisory Council der Deutschen Bank gehört, möchte mit der Triennale "einen Ort der intellektuellen Großzügigkeit schaffen." Dafür stand bereits der Auftakt der Schau mit Rirkrit Tiravanijas Projekt Soup/ No Soup, für das der thailändische Künstler und sein Team am 7. April alle Besucher des Grand Palais bekochten und das Ausstellungshaus in einen Ort der Kommunikation und des Austauschs verwandelten. Das Herz der Triennale schlägt allerdings im vor kurzem renovierten Palais de Tokyo. Außenstellen befinden sich an so unterschiedlichen Orten wie dem Louvre oder dem experimentellen Projektraum Bétonsalon.
Ausgangspunkt der Schau sind Texte und Fotografien des Ethnologen und "wilden Denkers" Claude Lévi-Strauss, die während seiner Reisen durch Mali und Brasilien entstanden. Für Enwezor sind, wie er betont, auch Künstler "Ethnografen ihrer Umgebung", die die Widersprüche in den heutigen multikulturellen Gesellschaften reflektieren. Wie etwa Yto Barrada. Die "Künstlerin des Jahres" 2011 der Deutschen Bank setzt sich mit den politischen und sozialen Realitäten in ihrer Heimatstadt Tanger auseinander. Oder Wangechi Mutu, "Künstlerin der Jahres" 2010. Die in New York lebende Kenianerin thematisiert Fragen schwarzer weiblicher Identität im Spannungsfeld zwischen westlicher Konsumkultur und afrikanischer Diaspora. Neben etablierten Positionen wie Lothar Baumgarten, Michael Buthe, Ellen Gallagher und Chris Ofili, die auch in der Sammlung Deutsche Bank vertreten sind, hat Enwezor spannende Newcomer eingeladen, so den rumänische Multimedia-Künstler Mihut Boscu, Konrad Smolenski, der 2011 mit dem Views-Preis für junge polnische Kunst ausgezeichnet wurde, oder Desire Machine Collective. Mit ihren Videoarbeiten ist das indische Künstlerduo gerade in der Ausstellung Being Singular Plural, ein Projekt im Rahmen der "Deutsche Bank Series", im New Yorker Guggenheim Museum vertreten. Wie in der aktuellen Whitney Biennale spielen im Palais de Tokyo bewegte Bilder eine zentrale Rolle. Zu sehen sind Filme von renommierten Regisseuren wie Chantal Akerman, Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog, dessen eigenwillige Arbeiten zunehmend im Kunstkontext diskutiert werden. Enwezor geht es darum, die Spannungen zwischen ästhetischen und kritischen Positionen, zwischen nationalen und ethnischen, säkularen und religiösen Identitäten sichtbar zu machen und damit Diskussionsprozesse in Gang zu setzen. Ein Ansatz, der gerade im Jahr der französischen Präsidentschaftswahl eine überaus spannende Triennale verspricht.
La Triennale 2012 - Intense Proximity
19.04. - 26.08. 2012
Palais de Tokyo, Paris
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