Deutsche Bank Gruppe  |  Gesellschaftliche Verantwortung  |  Sammlung Deutsche Bank  |  Deutsche Guggenheim  |  English  
Home Feature On View News Presse Archiv Service
Diese Kategorie enthält folgende Artikel
Kunst privat! Hessische Unternehmen zeigen ihre Sammlungen
Bundesaussenminister Westerwelle eröffnet Roman Ondák-Schau
Opus 60 - Hören Sie Hanne Darbovens Orchesterkomposition für 120 Stimmen
Raum für wildes Denken - Die Triennale 2012 in Paris
Deutsche Bank zeigt japanische Künstlerinnen in ihrer Lounge
Einstürzende Neubauten: Carlos Garaicoa im Kunstverein Braunschweig
Being Singular Plural - Deutsche Bank Series im New Yorker Guggenheim Museum
William Kentridges "Black Box" zurück in Berlin
Die VIP-Lounge der Deutschen Bank auf der TEFAF
Deutsche Bank Schweiz initiiert Kunstprojekt
Roman Ondák im Düsseldorfer K21
Boris Mikhailov in der Berlinischen Galerie
Museum of Contemporary Art in Sydney wiedereröffnet
Städel App: Alles zu den Highlights aus der Sammlung Deutsche Bank im neuen Städel Museum

drucken

weiterempfehlen
Raum für wildes Denken
Die Triennale 2012 in Paris



"Eine skurrile Mischung aus Landwirtschaftsmesse und FIAC", so harsch beurteilte die Kritik die letzte Ausgabe der Triennale in Paris. Das dürfte sich bei der aktuellen Ausgabe radikal ändern: Als Künstlerischer Direktor setzt der renommierte Kurator Okwui Enwezor neue Akzente. Die ehemalige Leistungsschau der jungen französischen Szene hat er in ein diskursives, internationales Forum verwandelt. "Intense Proximity" - Intensive Nähe" lautet das diesjährige Motto und es geht dabei um die Frage, wie Künstler auf die Herausforderungen einer multikulturellen Gesellschaft reagieren. Enwezor, der auch zum Global Art Advisory Council der Deutschen Bank gehört, möchte mit der Triennale "einen Ort der intellektuellen Großzügigkeit schaffen." Dafür stand bereits der Auftakt der Schau mit Rirkrit Tiravanijas Projekt Soup/ No Soup, für das der thailändische Künstler und sein Team am 7. April alle Besucher des Grand Palais bekochten und das Ausstellungshaus in einen Ort der Kommunikation und des Austauschs verwandelten. Das Herz der Triennale schlägt allerdings im vor kurzem renovierten Palais de Tokyo. Außenstellen befinden sich an so unterschiedlichen Orten wie dem Louvre oder dem experimentellen Projektraum Bétonsalon.

Ausgangspunkt der Schau sind Texte und Fotografien des Ethnologen und "wilden Denkers" Claude Lévi-Strauss, die während seiner Reisen durch Mali und Brasilien entstanden. Für Enwezor sind, wie er betont, auch Künstler "Ethnografen ihrer Umgebung", die die Widersprüche in den heutigen multikulturellen Gesellschaften reflektieren. Wie etwa Yto Barrada. Die "Künstlerin des Jahres" 2011 der Deutschen Bank setzt sich mit den politischen und sozialen Realitäten in ihrer Heimatstadt Tanger auseinander. Oder Wangechi Mutu, "Künstlerin der Jahres" 2010. Die in New York lebende Kenianerin thematisiert Fragen schwarzer weiblicher Identität im Spannungsfeld zwischen westlicher Konsumkultur und afrikanischer Diaspora. Neben etablierten Positionen wie Lothar Baumgarten, Michael Buthe, Ellen Gallagher und Chris Ofili, die auch in der Sammlung Deutsche Bank vertreten sind, hat Enwezor spannende Newcomer eingeladen, so den rumänische Multimedia-Künstler Mihut Boscu, Konrad Smolenski, der 2011 mit dem Views-Preis für junge polnische Kunst ausgezeichnet wurde, oder Desire Machine Collective. Mit ihren Videoarbeiten ist das indische Künstlerduo gerade in der Ausstellung Being Singular Plural, ein Projekt im Rahmen der "Deutsche Bank Series", im New Yorker Guggenheim Museum vertreten. Wie in der aktuellen Whitney Biennale spielen im Palais de Tokyo bewegte Bilder eine zentrale Rolle. Zu sehen sind Filme von renommierten Regisseuren wie Chantal Akerman, Rainer Werner Fassbinder und Werner Herzog, dessen eigenwillige Arbeiten zunehmend im Kunstkontext diskutiert werden. Enwezor geht es darum, die Spannungen zwischen ästhetischen und kritischen Positionen, zwischen nationalen und ethnischen, säkularen und religiösen Identitäten sichtbar zu machen und damit Diskussionsprozesse in Gang zu setzen. Ein Ansatz, der gerade im Jahr der französischen Präsidentschaftswahl eine überaus spannende Triennale verspricht.

La Triennale 2012 - Intense Proximity
19.04. - 26.08. 2012
Palais de Tokyo, Paris




Newsletter
Bleiben Sie immer Up to Date in Sachen Gegenwartskunst – mit ArtMag. Abonnieren Sie hier unseren Newsletter.
 

Alternative content

Get Adobe Flash player

Feature
Grammatik des Alltags: Anmerkungen zu Roman Ondák / Vorhang auf! Die Premiere der Frieze New York / Nüchterne Schönheit: Die Fotografien von Berenice Abbott / No Place like Home - Ein Rundgang durch die Whitney Biennale 2012 / Tor zur Gegenwart - Wilhelm Sasnal im Münchner Haus der Kunst / „Farbe im Weltall ist eh Quatsch“: Auf den Spuren von Thomas Ruff / Ein Interview mit Brendan Fernandes / Ein Rundgang durch die neuen Gartenhallen des Städel Museums / Ein Interview mit Städel-Direktor Max Hollein / Elegante Lösungen: Gerhard Richter in Berlin und Frankfurt
On View
Roman Ondáks Projekt für das Deutsche Guggenheim / Cornelia Schleime in der Deutschen Bank Luxembourg / Hannah Collins in der 60 Wall Gallery der Deutschen Bank New York / Zwischen den Kulturen: Found in Translation im Deutsche Guggenheim / Glamour und Geschichte: Douglas Gordon in Frankfurt
Presse
Die Presse über "Found in Translation" im Deutsche Guggenheim / „Frankfurter Museumswunder“ - Pressestimmen zum neuen Städel Museum
Impressum  |  Rechtliche Hinweise  |  Zugänglichkeit
Copyright © 2012 Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main


+  ++  +++