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Roman Ondáks Projekt für das Deutsche Guggenheim
The Sight of Sound - Kunst und Musik in der 60 Wall Gallery
Cornelia Schleime in der Deutschen Bank Luxembourg

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The Sight of Sound
Kunst und Musik in der 60 Wall Gallery


Von Gerhard Richter bis Christian Marclay – die neue Ausstellung „The Sight of Sound“ im New Yorker Hauptsitz der Deutschen Bank ist internationalen Gegenwartskünstlern gewidmet, die sich in ihren Arbeiten mit dem Thema Musik auseinandersetzen.


Ihre künstlerische Arbeit ist ohne Musik kaum vorstellbar. Inspiriert von Jazz-Ikonen wie Charlie Parker, Nina Simone oder Billie Holiday besitzen Jennie C. Jones‘ Zeichnungen und Collagen die elegante Lässigkeit von Bebop und Cool Jazz. „Manchmal, wenn ich wirklich "abhebe", fühle ich mich fast so, als ob das Zeichnen der Linie der Dauer einer Note entspricht“, erklärt die New Yorker Künstlerin im Interview mit ArtMag, „und das wird dann zu einer konzeptuellen Praxis – die Beziehung zwischen dem Zuhören und dem Zeichnen.“ Auch die Arbeiten von Xaviera Simmons sind von afroamerikanischen Sounds geprägt. Wenn sie Grace Jones Version von Use Me höre, hat Simmons einmal gesagt, dann sei das für sie „als würde sie weinend durch ein Gewitter laufen“. Immer schon hat Musik die bildende Kunst angeregt, häufig  zu innovativer, grenzübergreifender Arbeit. Musik – das ist zugleich Teil des Lebens, der Biografie, persönliche Leidenschaft. So auch für Simmons, die über Jahre hinweg als DJ gearbeitet und ein Archiv von über 4.000 Platten zusammengetragen hat. Warm Leatherette (2002) heißt ihre Hommage an Grace Jones aus der Sammlung Deutsche Bank. Die Fotoarbeit, auf der eine junge Frau das gleichnamige Album von 1980 vor ihr Gesicht hält, war im Rahmen von The Sight of Sound zu sehen: In ihrer Lounge auf der Premiere der Frieze New York zeigte die Deutsche Bank ausgewählte Werke aus der Unternehmenssammlung – von Künstlern, die sich mit dem Thema Musik auseinandersetzen.

Jetzt ist die Ausstellung auch in der 60 Wall Gallery im New Yorker Hauptsitz der Deutschen Bank zu sehen. Die Schau streift dabei mehrere Jahrzehnte der Musik- und Kunstgeschichte: Mit Zeichnungen von John Cage ist einer der einflussreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts vertreten, der gerade als bildender Künstler entdeckt wird. Gerhard Richter nutzt Schallplatten von Glenn Gould als Bildträger für abstrakte Ölmalerei. Christian Marclay, der 2011 für seinen 24-stündigen Film The Clock (2010) mit dem Goldenen Löwen der Biennale von Venedig ausgezeichnet wurde, machte 2002 für seine 150-teilige Arbeit Graffiti Composition die Bewohner von ganz Berlin zu Mitwirkenden an einer kollektiven Komposition. Anlässlich eines Musikfestivals in der Stadt ließ er 5.000 leere Notenblätter-Poster an öffentlichen Plätzen aufhängen – als Einladung, darauf Noten oder Graffiti zu hinterlassen. Musik von Jazz bis Rap ist für die jüngeren Positionen in der Ausstellung eine wichtige Inspiration. Wie etwa für David Ellis, der schon als Heranwachsender angeregt durch Songs wie The Message von Grandmaster Flash and the Furious 5 selbst komponierte. Seine Bilder, die er "Motion Paintings" nennt, sind von der Improvisationsfreude und Rhythmus der Hip-Hop-Kultur geprägt.

The Sight of Sound
8.6.-21.9.2012
60 Wall Gallery, New York




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