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Kunst und Diplomatie
Hillary Rodham Clinton zeichnet Künstler aus der Sammlung Deutsche Bank aus



Eine große Ehre für fünf Künstler, die auch in der Sammlung Deutsche Bank vertreten sind: Die amerikanische Außenministerin Hillary Rodham Clinton hat Cai Guo-Qiang, Jeff Koons, Shahzia Sikander, Kiki Smith und Carrie Mae Weems in Washington ausgezeichnet. Für ihr herausragendes Engagement im Rahmen des „Art in Embassies“-Programms, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Jubiläum feiert, wurde ihnen die in diesem Jahr erstmals verliehene „U.S. Department of State - Medal of Arts“ überreicht.

Das AIE-Programm wurde 1953 von Präsident John F. Kennedy begründet und spielt in der „Public Diplomacy“ der Vereinigten Staaten eine wichtige Rolle. Es basiert auf der Überzeugung, dass die universelle Sprache der bildenden Kunst dabei hilft, Grenzen zu überwinden. AIE steht für den Dialog durch Kunst – über kulturelle und politische Unterschiede hinweg. Dafür sorgen Ausstellungen, Künstleraustauschprogramme und Diskussionsforen in mittlerweile 189 Ländern der Welt.

In Washington wird parallel dazu auch das 25-jährige Jubiläum der Arthur M. Sackler Gallery gefeiert, die eine bedeutende Sammlung asiatischer Kunst beherbergt. Gemeinsam mit dem Außenministerium hat das Museum deshalb Cai Guo-Qiang eingeladen, eines seiner spektakulären Projekte zu realisieren. Für Black Christmas Tree: Explosion Event for Washington, D.C. hat er eine über 12 Meter hohe Pinie mit 2.000 Feuerwerkskörpern bestückt. Werden sie entzündet, wird der Baum von Rauchwölkchen „erleuchtet“, die sich dann in Kaskaden aus dichtem Rauch verwandeln. Die schwarzen Wolken erinnern an die dynamischen Striche traditioneller chinesischer Tuschezeichnungen. Im Laufe der Feuerwerksperformance löst sich der Rauch langsam von der Pinie, so dass zum Schluss eine Art Doppelbild zu sehen ist: Neben dem realen schwebt ein zweiter, ephemerer Baum, der sich langsam in Luft auflöst.

Cai Guo-Qiang realisiert seine aufwendigen Projekte auf der ganzen Welt. Er ist eng mit dem Kunstengagement der Deutschen Bank verbunden. Im Deutsche Guggenheim war 2006 sein Ausstellungsprojekt Head On zu sehen. Im Frankfurter Hauptsitz ist seinem Werk eine ganze Etage gewidmet. Der in New York lebende Künstler wurde dieses Jahr mit dem renommierten Praemium Imperiale ausgezeichnet. Auch Jeff Koons schuf eine Auftragsarbeit für das Deutsche Guggenheim. In seiner Gemäldeserie Easyfun-Ethereal (2000) verschmelzen Fragmente von Waren und Körpern zu surrealen Landschaften. Als erster lebender Künstler durfte Koons 2008 im Schloss von Versailles ausstellen. Dieses Jahr waren in Frankfurt seine Gemälde und Skulpturen in einer Aufsehen erregenden Doppelschau zu sehen.

Shahzia Sikander gehört wie Imran Qureshi, der „Künstler des Jahres“ 2013 der Deutschen Bank, zu einer Generation pakistanischer Künstler, die die jahrhundertealte Miniaturmalerei radikal erneuert hat. Sikander nutzt diesen formal und inhaltlich sehr rigiden Stil, um sich mit aktuellen gesellschaftlichen oder auch ganz persönlichen Themen auseinanderzusetzen – Sexualität, Politik, die Rolle der Frau in der muslimischen und westlichen Gesellschaft. Die heute in New York und Texas lebende Künstlerin mischt traditionelle Motive mit popkulturellen Referenzen und überträgt ihre faszinierenden Bild-Collagen in verschiedene Medien – von Wandmalerei bis zum Animationsvideo. Dabei fordert sie uns auf, unsere Haltung gegenüber anderen Kulturen und Religionen zu überprüfen.

Mit Kiki Smith und Carrie Mae Weems wurden zwei bedeutende Künstlerinnen ausgezeichnet, die für wichtige Tendenzen in der US-Kunst stehen – die Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen und ethnischer Identität. Während Smith den weiblichen Körper, Schmerz und Vergänglichkeit ins Zentrum ihres vor allem skulpturalen Werks stellt, untersucht Weems in ihren Fotografien, Filmen und Installationen die Rolle der afroamerikanischen Community in der amerikanischen Geschichte. Mit Ironie und Sarkasmus nimmt die ehemalige Gewerkschaftsaktivistin dabei alte und neue Stereotypen aufs Korn, um kulturelle und gesellschaftliche Veränderungsprozesse voranzutreiben.




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