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Poesie und Politik
Yto Barrada im Fotomuseum Winterthur



Seit über einem Jahrzehnt setzt sich Yto Barrada in ebenso poetischen wie politisch engagierten Foto- und Filmarbeiten mit den gesellschaftlichen Realitäten in ihrer Heimatstadt Tanger auseinander. Als „Künstlerin des Jahres“ 2011 der Deutschen Bank realisierte Barrada im Deutsche Guggenheim die Ausstellung Riffs, die ihre Arbeit erstmals in Deutschland einem breiten Publikum präsentierte. Nach der Premiere in Berlin gastierte die Schau im Brüsseler WIELS, in der Renaissance Society, Chicago, der IKON Gallery in Birmingham und im Museo d'arte contemporanea Roma (MACRO). Jetzt endet die Ausstellungstournee von Riffs im Fotomuseum Winterthur. Seit seiner Gründung 1993 hat sich das Haus zu einem der renommiertesten Foren für Fotografie in Europa entwickelt. Neben historischen Positionen wie Eugène Atget oder Edward Weston und Themenausstellungen zeigt das Museum vor allem zeitgenössische Fotografen und Künstler. So waren in Winterthur Einzelausstellungen von William Eggleston, Nan Goldin, Andreas Gursky oder Roni Horn zu sehen. Im Januar 2012 initiierte das Museum den Blog Still Searching – eine Plattform für internationale Fachleute und Künstler, die hier über die unterschiedlichsten Aspekte des Mediums Fotografie schreiben. Ihre Beiträge können von den Usern kommentiert werden, sodass sich auf Grundlage der eingestellten Texte lebendige Diskussionen entwickeln.

Yto Barrada versteht sich als Chronistin der aktuellen Entwicklungen der Stadt, in der sie lebt. "Mein Nervensystem ist mit diesem Ort verknüpft", erklärt die 1971 geborene Künstlerin. Tanger war lange ein Sehnsuchtsort für Literaten wie Paul Bowles, Truman Capote oder William S. Burroughs. Dann entdeckte die Hautevolee die Reize der „Weißen Stadt“ und Ende der Sixties strömten die Hippies in die marokkanische Metropole, um hier ihren Orientfantasien nachzuhängen. Heute wird Tanger von Touristen und internationalen Investoren erobert. Die Stadt expandiert, alte Gebäude und Brachen verschwinden, Neubaukomplexe fressen sich in die Landschaft. Doch während es die Touristen gen Süden zieht, bleibt den Marokkanern der Weg in den Norden, in die EU versperrt. Barrada reagiert in ihren Arbeiten auf diese widersprüchliche Situation, verzichtet dabei aber auf jede polemische Zuspitzung. Mit Ruhe und Respekt beobachtet sie das Geschehen. Ihre quadratischen, fast statischen Farbbilder eröffnen Blickfelder auf Menschen, Situationen, Landschaften, Häuser – auf einen Ort, dessen Bewohner in einem permanenten Wartezustand gefangen zu sein scheinen. Barradas Arbeiten sind dabei ebenso real wie allegorisch – und fordern uns dazu auf, genauer hinzusehen.

Yto Barrada – Riffs
01.12.2012-10.02.2013
Fotomuseum Winterthur




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