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Fenster zur Welt
Ein Nachruf auf Günther Förg



Am Anfang stand die Farbe Grau. Als Günther Förg 1973 sein Studium an der Münchner Kunstakademie begann, malte er zunächst ausschließlich in Grautönen gehaltene Bilder – inspiriert durch die Gemälde Cy Twomblys. Diese dunkel-monochromen Arbeiten bilden den Ausgangspunkt eines künstlerischen Werks, das sich in immer wieder überraschenden Wendungen weiterentwickeln sollte. Förgs Œuvre umfasst die unterschiedlichsten Medien und Materialien: Seit Ende der 1970er Jahre schuf er Gemälde, Papierarbeiten und Fotoarbeiten, aber auch installative Wandmalereien und Bronzeskulpturen. Er malte nicht nur auf Leinwand, sondern experimentierte auch mit Holz, Blei oder Aluminium. Förg gilt heute als einer der bedeutendsten deutschen Künstler der Gegenwart.

Rasch und lakonisch trug Förg die Farben auf, Streifen, Kreuze und Gitter wurden zu seinen wichtigsten Bildelementen. Und immer wieder taucht in seinen Arbeiten das Motiv des Fensters auf: So auch in den beiden großformatigen Bildern in der Eingangshalle des Frankfurter ibc, dem Hauptsitz des Privat- und Geschäftskundenbereichs der Deutschen Bank.

Seit 1989 ist der Künstler, der 1984 an der wichtigen, von Kasper König kuratierten Schau von hier aus und 1992 an der documenta teilnahm, in der Sammlung Deutsche Bank als eine ihrer zentralen Positionen vertreten. Über Jahre hinweg wurde Förgs Werk kontinuierlich verfolgt und der Sammlungsbestand kontinuierlich erweitert. Zu den über 900 Werken gehören zahlreiche Papierarbeiten und Aufnahmen von Inkunabeln der modernistischen Architektur wie der Villa Wittgenstein oder der Cité radieuse in Marseille, einer von Le Corbusiers „Wohnmaschinen“.  In The Circle Walked Casually, der aktuellen Schau in der Deutsche Bank KunstHalle, ist Förg mit einer großformatigen Zeichnung vertreten, die vier unterschiedlich eingefärbte Gitterstrukturen zeigt.

Eine Auswahl seiner Arbeiten aus der Sammlung Deutsche Bank war 2000 im Deutsche Guggenheim zu sehen. Für die Schau schuf der Künstler fünf neue, monumentale Gemälde. Auch hier taucht sein Leitmotiv in den unterschiedlichsten Variationen auf: Auf einem 10 Meter langen Bild strahlte das Raster der Fenster weiß auf dunklem Grund, ein anderes zeigte 25 "Scheiben" in einer in grellem Rot leuchtenden Gitter, das an Piet Mondrian erinnerte. Jedes Bild, so hat es Günther Förg einmal formuliert, sei ein Fenster zur Welt. Jetzt hat sich für ihn dieses Fenster geschlossen. Im Alter von 61 Jahren ist der Künstler an seinem Geburtstag, dem 5. Dezember, gestorben.




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