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„Objekte, über die wir nur staunen können“
Wiebke Siem erhält den Goslarer Kaiserring



Der Goslarer Kaiserring gilt als einer der weltweit renommiertesten Kunstpreise. Ausgezeichnet wurden in den letzten Jahren international bekannte Künstler wie Matthew Barney, Andreas Gursky oder Olafur Eliasson. Nach diesen großen Namen überrascht die diesjährige Preisträgerin: Mit Wiebke Siem ehrt die Jury eine Position, die das breite Publikum erst noch entdecken muss. In der Sammlung Deutsche Bank ist die in Berlin lebende Künstlerin seit den 1990er Jahren vertreten. In dieser Zeit erregte Siem erste Aufmerksamkeit – mit Skulpturen, für die sie Alltagsgegenstände wie Kleidung und Spielzeug, Perücken, Hüte oder Taschen in überdimensionierte abstrakte Objekte aus Holz oder Stoff verwandelte.

Gesellschaftliche Rollenbilder und die männlich dominierte Moderne – das sind die Themen die Siem seit ihrem Studium an der Hamburger Kunsthochschule in den frühen 80er Jahren beschäftigen. Dort unterrichtete damals auch Franz Erhard Walther, der mit seinen benutzbaren Stoffobjekten den Betrachter aktiviert und zum Bestandteil des Werks werden lässt. Als ironische Replik auf diese Ikonen der partizipativen Skulptur entwarf Siem Kunst zum Anziehen: auffällig gemusterte Kleider und aus geometrischen Formen zusammengesetzte Hüte. Diese deutlich von der New-Wave-Ästhetik geprägten Arbeiten loten die Grenzen zwischen Kunst und Bekleidung aus. Das zeigen auch ihre Zeichnungen aus der Sammlung Deutsche Bank – Entwürfe für Handtaschen und Hüte, die zugleich als modische Accessoires und skulpturale Objekte funktionieren.

Siems Installationen könnten auch Bühnenbilder für absurde Psychodramen sein: In einer 50er Jahre Küche baumelt eine Kreuzung aus Lampe und Frau von der Decke, in einem Schlafzimmerschrank lauert ein aus Stoffkugeln zusammengesetztes Wesen mit dürren Ärmchen und langer Pinocchio-Nase. „Siems Skulpturen haben eine enorme Aura oder Präsenz. Ihre Kraft liegt darin, dass sie unterschiedliche Sprachen mischen: das Vertraute und das Unvertraute, das Bekannte und das Unbekannte. Sie sind zutiefst unheimlich“. Es sind, so die Kaiserring-Jury in ihrer Begründung, „Objekte, über die wir nur staunen können.“ Wiebke Siem wird den Kaiserring am 11. Oktober 2014 in Goslar entgegennehmen. Nach der Verleihung eröffnet im dortigen Mönchehaus Museum eine Ausstellung der Künstlerin.




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