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Deutsche Bank ehrt Koki Tanaka als „Künstler des Jahres“ 2015


Die Deutsche Bank hat den „Künstler des Jahres“ 2015 bekannt gegeben. Der Japaner Koki Tanaka ist nach Wangechi Mutu (Kenia), Yto Barrada (Frankreich/ Marokko), Roman Ondák (Slowakei), Imran Qureshi (Pakistan) und Victor Man (Rumänien) der sechste internationale Künstler, der mit dieser Auszeichnung geehrt wird. 2015 präsentiert die Deutsche Bank KunstHalle in Berlin Tanakas erste umfassende Einzelpräsentation in Europa.
 
„Als Teil einer jungen Generation, die seit einem Jahrzehnt die globale Kunstszene prägt, gehört Koki Tanaka zu den eigenwilligsten Künstlern. Er ist ein scharfsinniger Beobachter der scheinbar unwichtigsten, alltäglichen Angelegenheiten. Mit seinem Sinn für Humor gelingt es ihm immer, diese Dinge in etwas Magisches zu verwandeln – und mit diesem ebenso offenen und zugleich treffenden Ansatz das Unheimliche unserer Existenz zu offenbaren“, erläutert Hou Hanru, der künstlerische Direktor des MAXXI in Rom, die Wahl. „Als weltweit agierender Künstler mobilisiert Tanaka auf kluge Weise kollektive Aktionen. Er ermutigt die Mitwirkenden sich auszutauschen, Gemeinschaftssinn und Kreativität zu entwickeln, wobei zugleich neue Regeln des Verhandelns und der Zusammenarbeit erprobt werden. Erfindungsreich geht sein Werk der Frage nach, wie Gemeinschaften entstehen – ein entscheidendes Thema für alle ästhetischen und politischen Experimente weltweit.“

Gemeinsam mit Okwui Enwezor, Udo Kittelmann und Victoria Noorthoorn gehört Hou Hanru zum Deutsche Bank Global Art Advisory Council, das die Empfehlung zur Wahl des "Künstlers des Jahres" ausspricht.

Stefan Krause, Vorstandsmitglied der Deutschen Bank und Chairman des Global Art Advisory Councils der Bank, erklärt: „Koki Tanaka bringt uns dazu, alltägliche Dinge mit anderen Augen zu sehen. Er steht für eine neue Künstlergeneration, die gesellschaftliche und ästhetische Anliegen miteinander verbindet. Das geht auch einher mit dem Kunstengagement der Deutschen Bank.“

Koki Tanaka, geboren 1975 in Tochigi, Japan, lebt und arbeitet in Los Angeles. Bekannt wurde er durch Installationen und Aktionen, bei denen er Alltagsgegenstände und vor Ort gefundenes Material einsetzt. Ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit sind partizipative Projekte, bei denen er Akteure oder Ausstellungsbesucher mit einbezieht.
 
2013 bespielte er den Japanischen Pavillon auf der 55. Biennale in Venedig. Mit verstörend einfachen Versuchsanordnungen bewies er dort, was für eine Herausforderung Kollaborationen sein können: Wie gehen wir miteinander und mit den Dingen um? Was passiert, wenn neun Friseure auf einmal einer Frau die Haare schneiden oder fünf Keramiker gemeinsam eine Vase töpfern? Dabei reflektierte das experimentelle Teamwork auch die Katastrophe von Fukushima, die die Menschen dazu zwang, zusammenzuarbeiten und Gemeinschaften zu bilden. Tanaka geht es um Kommunikation, Macht, Ethik – aber auch um die Ästhetik und Form des gemeinsam produzierten Kunstwerks.
 
Während Tanaka in seinen frühen Arbeiten noch selbst als Akteur auftrat und die Rahmenbedingungen seiner Kunst definierte, überlässt er inzwischen den Mitwirkenden die Gestaltung des Kunstwerkes. Ihre Handlungen und Entscheidungen bestimmen das Ergebnis – ohne die Einwirkung des Künstlers. So äußerte er zu seinen Biennale-Arbeiten: „Man kann sagen, dass es sich dabei um Vorschläge für eine ideale Situation handelt, in denen der Künstler sein Werk nur durch das Wohlwollen und die Güte Anderer fertigstellen kann. Sie laden die Menschen dazu ein, aus ihrer alltäglichen Routine herauszutreten. Sie können sich in eine festgelegte Situation begeben, in der sie erfahren, was fruchtbare Zusammenarbeit mit „Fremden“ bedeuten kann.“
  
Aktuell sind Werke von Koki Tanaka in Gruppenausstellungen im Londoner ICA und im Van Abbemuseum in Eindhoven zu sehen.

Positions - Five projects in dialogue

Van Abbemuseum, Eindhoven
05.07. - 12.10.2014

Journal
Institute of Contemporary Arts, London
25.06. – 07.09.2014




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