Fields of Vision:
Imran Qureshis Land-Art-Projekt feiert die Tour de France

Am 5. Juli startet die 101. Ausgabe der Tour de France – mit dem „Grand Départ“ im nordenglischen Leeds. Bevor es weiter nach London und dann nach Frankreich geht, führt die Tour durch „God's Own County“, die atemberaubende und herbe Landschaft Yorkshires.  Hier erwartet die Besucher ein besonderes Ereignis: das Kunstfestival „Fields of Vision“ mit dem das weltberühmte Sportereignis eingeläutet wird. Einen Höhepunkt der Reihe bilden die beiden Land-Art-Projekte von Imran Qureshi, der 2013 von der Deutschen Bank als „Künstler des Jahres“ ausgezeichnet wurde.  

Here and There ist von der Wasserfläche des Baitings Stausee inspiriert. Auf einer Wiese in der Nähe des Sees scheinen zwei riesige Farbflächen zu treiben -  in Rot und Blau, den Farben der französischen Tricolore. Doch wer näher herantritt, erkennt, dass aus dieser Farbexplosion die für Qureshi so typischen Lotosblüten sprießen. Sie verkörpern Hoffnung und den friedlichen Widerstand gegen Gewalt. Für Bridging schlägt Qureshi eine Brücke zwischen Ost und West: Mit ganz unterschiedlichen Medien übersetzt er die Lettern “Tour de France” in kalligrafische Schriftbilder – in Urdu, der Nationalsprache seiner pakistanischen Heimat. Beide Arbeiten wurden mit Hilfe der Calderdale Young Farmers realisiert. 

2011 wurde Qureshi für die Installation Blessings Upon the Land of My Love mit dem Preis der Sharjah Biennale ausgezeichnet, 2013 eröffnete die Deutsche Bank KunstHalle mit seiner Ausstellung als „Künstler des Jahres“, die sein Werk erstmals in Europa im Rahmen einer umfassenden Einzelpräsentation vorstellte. Nach dem Auftakt in Berlin gastierte die Schau aus der KunstHalle im Museo d’arte contemporanea (MACRO) in Rom. Ab dem 19. November 2014 ist sie in der Ikon Gallery in Birmingham zu sehen, die dieses Jahr ihr fünfzigjähriges Jubiläum feiert.