MACHT KUNST – Eine Skulptur für Berlin
Jury und Besucher nominieren 16 Entwürfe

Abstrakte Metallobjekte, begehbare Installationen, monumentale menschliche Figuren aber auch dreidimensionale Variationen der ikonischen Deutsche Bank-Logos – die Teilnehmer des Wettbewerbs "MACHT KUNST. Ihre Skulptur für Berlin" ließen sich zu ganz unterschiedlichen Arbeiten inspirieren. Genau 420 ihrer Modelle und Entwürfe füllten jetzt das Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden. Gesucht wurde nicht weniger als ein neues Wahrzeichen für die Hauptstadt, eine Skulptur für den Platz vor dem Neubau der Deutschen Bank an der Otto-Suhr-Allee. „Wir sind überwältigt von der Bandbreite, Offenheit und dem Ideenreichtum der Entwürfe.“, freut sich Friedhelm Hütte, Global Head of Art der Deutschen Bank. Bei der Entscheidung hat die Jury bewusst diesen Kriterien Rechnung getragen. „Es war uns dabei wichtig, jungen und noch nicht etablierten Künstlern neben bereits arrivierteren Künstlern eine Plattform zu geben“, ergänzt Hütte. Natürlich beteiligten sich vor allem Kunststudenten und Künstler aus Berlin, doch auch zahlreiche Beiträge aus dem gesamten Bundesgebiet und sogar aus der Schweiz, Polen, China, Spanien, Großbritannien, Dänemark und Kroatien waren zu sehen. Zu den bekanntesten Teilnehmern des offenen Wettbewerbs zählten Tony Cragg, Eva & Adele und Raimund Kummer sowie Gregor Hildebrandt, dessen Beitrag auf die Shortlist aufgenommen wurde.
 
Alle Entwürfe wurden im Rahmen einer 24-Stunden-Ausstellung der Öffentlichkeit präsentiert. Das Interesse an der Aktion war groß. Zwischen Samstag- und Sonntagmittag kamen rund 1.500 Besucher in die Deutsche Bank. Bis tief in die Nacht diskutierte man, teilweise durchaus kontrovers, über die Stärken und Schwächen der einzelnen Beiträge und darüber, wie Kunst für den öffentlichen Raum heute überhaupt aussehen sollte. Die Besucher der Schau hatten dann auch die Möglichkeit, für ihren persönlichen Favoriten zu stimmen. Sie wählten Svenja Hehners Beitrag Das goldene UFO, eine Konstruktion aus zwei großen Hohlspiegeln. Und auch die Fachjury traf ihre Entscheidung. Die Künstlerin Katharina Grosse, Christoph Tannert, der Leiter des Künstlerhaus Bethanien, sowie je ein Vertreter von Deutsche Bank und Art-Invest Real Estate nominierten 15 Entwürfe für die Auswahlliste. Der Publikumsfavorit vervollständigt die Shortlist. „Diese Entwürfe sind exemplarisch für die Vielfalt der Einreichungen“, begründet die Jury ihre Entscheidung: großformatige Arbeiten, die den Platz vor der Otto-Suhr Allee raumfüllend bespielen; subtile Entwürfe, die stattdessen eher im Boden verschwinden oder sich in den Luftraum erheben oder Konzepte, die die Anwohner zur Mitwirkung aufrufen. Die Motive reichen dabei von gestapelten Konferenztischen über den Tanz ums Goldene Kalb bis hin zur „Cloud No.7“. Etwa die Hälfte der Nominierten ist als Künstler bereits öffentlich in Erscheinung getreten, für die anderen bedeutet der Wettbewerb die erste Präsentation in einem größeren Rahmen. Nach einem weiteren Auswahlverfahren, bei dem u.a. die technische Machbarkeit geprüft wird, prämiert die Jury im Januar den Siegerentwurf, der realisiert und ab Herbst 2016 vor dem Neubau der Deutschen Bank aufgestellt wird. 

Die Deutsche Bank knüpft mit diesem Wettbewerb an ihre erfolgreiche Aktion MACHT KUNST an. Anlässlich der Eröffnung der Deutsche Bank KunstHalle rief sie im April 2013 dazu auf, ein Kunstwerk für eine 24 Stunden-Ausstellung einzureichen. Aufgrund der überwältigenden Resonanz konnten in zwei großen Ausstellungen insgesamt 2.135 Werke gezeigt werden. Sechs Künstler präsentierten später zudem ihre Arbeiten in der Studio-Galerie der KunstHalle.