"Produktionsanlagen für Naturereignisse"

nennt der isländische Künstler Olafur Eliasson seine Installationen. Wer seine Landschaftsfotografie danach noch für romantische Huldigungen an Island hält irrt gewaltig. Hier geht es nicht um Natur, sondern um Kulturgeschichte.
Eine Einführung von Oliver Koerner von Gustorf.




Mit 'dem Spirituellen' haben meine Arbeiten gar nichts zu tun".

Im Interview erläutert Olafur Eliasson warum die Wahrnehmung der Welt mehr mit dem Menschen als mit der Natur zu tun hat, was ihn an New Age stört, und warum wir in den Versprechungen der Moderne keine Erlösung finden.







Eisberge im Musée d'Art Moderne de la Ville in Paris, ein Geysir im Hof des Carnegie Museum of Art in Pittsburgh, eine Teichlandschaft im Kunsthaus im österreichischen Bregenz: Weltweit zeigt Olafur Eliasson mit großem Erfolg seine ungewöhnlichen Installationen bei denen er Mittel verwendet, die ebenso elementar wie flüchtig sind: Licht, Hitze, Feuchtigkeit, Dampf und Eis. In seiner Kunst setzt der junge Isländer auch die Fotografie ein. Eliassons Arbeit ist in diesem Jahr nicht nur im Kunstkalender der Deutschen Bank zu sehen, sondern auch in einer Ausstellung in New York: Fleeting Moments in der Lobby Gallery der Deutschen Bank zeigt Positionen aktueller Landschaftsfotografie. Doch sind Eliassons Fotografien von der unberührten Landschaft wirklich romantisch? Maria Morais und Oliver Koerner von Gustorf haben Eliasson in seinem Atelier in Berlin besucht und stellen sein Werk vor.