Kunst! Revolution!

Malewitsch und die Bolschewiki

War die russische Avantgarde Opfer oder Vorhut des Stalinismus? Ihr Verhältnis zu den Bolschewiki ist heute noch Gegenstand kontroverser Erörterungen. Der Historiker Christian Semler über Malewitschs kosmische Sehnsucht und die Verbindungen zwischen künstlerischer und sozialer Revolution.


Alles und fast Nichts:
Malewitsch und die Folgen

Malewitschs "Schwarzes Quadrat" ist ein Mythos der Moderne. Doch wie war sein Einfluss auf die europäischen und amerikanischen Künstlergenerationen der Nachkriegszeit? Ira Mazzoni ist dieser Frage nachgegangen und stellt Beispiele aus der Sammlung Deutsche Bank vor.



"Die Russen kreisen um die Gedächtniskirche wie die Fliegen."

Nacht! Tauentzien! Kokain! Häufig waren es Russen, die Berlins Avantgarde bereicherten und die Stadt in den Zwanzigern zum Zentrum der Moderne erklärten. Nach seinem Artikel über Malewitsch in Berlin porträtiert Roland Enke nun die russische Avantgarde in der deutschen Hauptstadt.


Die Deutsche Bank und der deutsch-russische Kulturaustausch

Seit den siebziger Jahren wird die geschäftliche Kooperation der Deutschen Bank mit ihren Partnern in Russland von einem bilateralen Kulturaustausch begleitet. Das war nicht immer so selbstverständlich wie heute: Oliver Koerner von Gustorf über die Geschichte einer Annäherung.




Anlässlich der Ausstellung Malewitsch - Suprematismus im Deutsche Guggenheim Berlin steht das Schwerpunktthema dieser Ausgabe unter dem Motto "Kunst! Revolution!". In welcher Beziehung stand die Kunst-Revolution von 1915 zum Oktoberumsturz von 1917? In seinem Essay "Malewitsch und die Bolschewiki" untersucht der Berliner Publizist Christian Semler die Geschichte des kontroversen Verhältnisses der russischen Avantgarde zum Bolschewismus. +++ Bilder des Nichts, des sublimen Etwas und des ominösen Alles: Unbestritten gehört Kasimir Malewitsch zu den Wegbereitern der gegenstandslosen Kunst. Doch wie war sein Einfluss auf die europäischen und amerikanischen Künstler der Nachkriegszeit? Ira Mazzoni ist dieser Frage nachgegangen und stellt Beispiele aus der Sammlung Deutsche Bank vor. +++ "Die Russen kreisen um die Gedächtniskirche wie die Fliegen" - Im zweiten Teil seiner Serie über die russische Avantgarde in Berlin sieht Roland Enke die deutsche Hauptstadt der Zwanziger ganz "Im Zeichen des Quadrats". +++ Aufbruch zur Verständigung: Oliver Koerner von Gustorf über den Deutsch - Russischen Kulturaustausch, den die Deutsche Bank seit über einem Vierteljahrhundert pflegt. +++ Im Magazin: Sozialistischer Realismus, Massenkultur und blonde Pioniere - Ein Interview mit dem Maler Norbert Bisky. +++ Last but not least: Wie suprematistisch ist das Logo der Deutschen Bank? Dazu ein Portrait des Logo-Erfinders Anton Stankowski in unserer Rubrik "Art at Work".