In dieser Ausgabe:
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Lange Nacht der Museen in München: die Ausstellung Revolte oder Revolution in der Theresie

Viel Glas, lichtdurchflutete Atrien, Innenhöfe und eine Piazetta, die zum flanieren einlädt: Die "Theresie", das von der DB Real Estate Investment GmbH entwickelte Gebäudeensemble im Herzen von München, lud am 12. Juli das Publikum zur Langen Nacht der Museen in die Ausstellung Revolte oder Revolution. Ich mal' ein Bild...



Blick in die Ausstellung, im Vordergrund Neo Rauch, Stereo, 2001

Das neue Bürogebäude auf der Theresienhöhe – gegenüber der Theresienwiese – war anlässlich der langen Museumsnacht von 19:00 bis 1:00 Uhr erstmals für die Öffentlichkeit zugänglich. Präsentiert wurden den Besuchern dabei eine Reihe bedeutender großformatiger Gemälde aus der Sammlung Deutsche Bank: Mit den Werken von Georg Baselitz, Karl Horst Hödicke, Jörg Immendorff, Markus Oehlen, Neo Rauch und Bernd Zimmer versammelte die Theresie eine Malerszene, deren Arbeiten ein Panorama individueller Kulturgeschichte, künstlerischer Entwicklungen und aktueller deutscher Identität abbilden. (Lesen Sie hierzu Artikel zur Rückkehr der Heftigen Malerei der achtziger Jahre hier).

Neo Rauch, Unschuld, 2001

Insgesamt nahmen über 900 Gäste an den angebotenen Kunstführungen teil, die von Valery Dresdrüsse, Mitarbeiterin der Kunstabteilung der Deutschen Bank, zu jeder vollen Stunde gehalten wurden. Schwerpunkt der Führungen war der Dialog zwischen Kunst und Architektur, der den sinnlichen und modernen Eindruck, den der Theresien-Komplex vermittelt, im Spiegel der gezeigten Werke erläuterte. Die Führungen stießen beim Publikum auf reges Interesse. Besonders beeindruckt zeigten sich die Besucher der Ausstellung von der monumentalen Arbeit Bernd Zimmers, Die Flut (1977), die mit ihrer kraftvollen Farbexplosion bei vielen Erinnerungen an die Flutkatastrophe in Deutschland im letzten Jahr wachrief.



Valery Dresrüsse führt durch die Ausstellung


Zum Museumsuferfest Frankfurt 2003:
Kunstführungen in den Zwillingstürmen am Main

Frankfurt feiert drei Tage seine Museen und seinen Fluß. Das Museumsuferfest ist als einzigartige Kombination populäre Plattform der Präsentation von Frankfurter Kultureinrichtungen und Kulturschaffenden. In diesem Jahr findet das Museumsuferfest vom 29. – 31. August unter dem zentralen Thema "Never ending History" statt. Kunst, Kultur und die Leichtigkeit des Seins verschmelzen für drei Tage in ein großes und spektakuläres Fest.


Mit einer jährlichen Besuchererwartung von ca. 3 Millionen Menschen, den Programmangeboten der Museen, seinen Bühnenproduktionen, Projekten und Inszenierungenist das Museumsuferfest eines der großen europäischen Kulturfestivals.Kunst und Kultur pur wird in den Museen präsentiert, die zum Fest auch ein gezieltes Programm in den Häusern anbieten. Eingerahmt werden die Museen von einem großen Open Air-Fest


Markus Oehlen, Ohne Titel, 1985

Weitere High-Lights setzen die Kunstführungen durch die Privatsammlungen der Banken, die ansonsten nicht öffentlich sind. Selbstverständlich ist auch die Sammlung der Deutschen Bank dabei: Ausgehend von Max Bills Granit- Skulptur Kontinuität, mit deren Aufstellung im Oktober 1986 die erste entscheidende Phase der Kunstausstattung der Frankfurter Zwillingstürme abgeschlossen wurde, führt der Weg der Kunstführung in einzelne Etagen des Gebäudes - zu Papierarbeiten von Joseph Beuys’ und weiter zu großformatigen Fotografien von Miwa Yanagi, Candida Höfer oder Günther Förg.


Jörg Immendorff, Angel, Teildruck aus Café Deutschland gut, 1983
Sammlung Deutsche Bank ©Jörg Immendorff, Düsseldorf

Mit der Führung vermitteln sich ein Stück Sammlungsgeschichte und die kontinuierliche Weiterentwicklung des Pilotprojektes "Kunst am Arbeitsplatz". Die deutschsprachige Sammlung wurde zunehmend internationaler. 1997 eröffnete als einmaliges Joint Venture zwischen der Guggenheim Stiftung und der Deutschen Bank die gemeinsame Ausstellungshalle Deutsche Guggenheim mit hochkarätigen Ausstellungen und auf den Raum bezogenen Auftragswerken. 2001 startete in Frankfurt das Projekt Shipped Ships der Künstlerin Ayse Erkmen die internationale Kunstreihe Moment mit temporären Installationen im öffentlichen Raum.


Karl Horst Hödicke, Kusamba, 1980
Sammlung Deutsche Bank ©Galerie Wolfgang Gmyrek, Düsseldorf

Zwischen Samstag, dem 30. August und Sonntag, dem 31. August haben die Besucher des Museumsuferfestes zwischen 15.00 und 19.00 Uhr die Gelegenheit jeweils zur vollen Stunde an den Kunstführungen der Deutschen Bank teilzunehmen. Treffpunkt ist Max Bills "unendliche" Skulpturschleife vor dem Haupteingang der Zwillingstürme am Taunusufer.