In dieser Ausgabe:
>> Ein Interview mit Hanns Egon Wörlen
>> Chronist der Pose: Peter Holl
>> visuell - das Magazin der Deutsche Bank Art

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"Es soll sich täglich den Künsten gewidmet werden"

visuell - das Magazin der Deutsche Bank Art




Zwischenstopp in Frankfurt: mit einem Berg neuer Bücher und einem Abstecher in die hiesigen Museen kommt sie zum Interview für das neue visuell in die Deutsche Bank. Für die Kunst scheint sie nie zu müde: Miwa Yanagi, auf dem Weg von Japan nach Spanien, ist die Person, die auf dem Titelbild des gerade erschienenen visuell Magazins zu sehen ist.

Und das aus gutem Grund – im Januar wird die Künstlerin aus der Sammlung Deutsche Bank in der Ausstellungshalle des Deutsche Guggenheim in Berlin ihre Arbeit in einer umfassenden Werkschau vorstellen. Ihre aktuelle Fotoserie zeigt junge, am Computer zu "Großmüttern" gealterte Frauen, die ihren zukünftigen Lebenstraum erzählen: "Es soll sich täglich den Künsten gewidmet werden", heißt es in dem Text, den Yanagi ihrem Foto Geisha (2002) im Beitrag für unser Magazin zur Seite gestellt hat.

visuell wird in der internationalen Presse als Schritt, mit dem sich Deutsche Bank Art wieder einmal als Frontrunner auszeichnet, dargestellt. "So liegt es vor uns, das neueste visuell-Heft der Deutschen Bank, das, gottlob, keinesfalls wie ein Rechenschaftsbericht anmuted, sondern kühn nach vorn orientiert ist, eigentlich selbst wie ein Kunstwerk wirkt. Wenn man Seite 148 erreicht hat, ist man also geneigt, sich erneut durch die Seiten zu blättern", heißt es etwa im Infodienst KUNST.

Den Künsten und dem internationalen kulturellem Engagement widmet sich auch die aktuelle Ausgabe von visuell. Von Yanagi aus Kyoto führt die Reise zu Christian Kracht nach Bangkok, der die Kunstaktivitäten der Bank auf seine Weise kommentiert. In Frankfurt antwortet Vorstandsmitglied Dr. Tessen von Heydebreck in Bildern und schickt den Leser wieder auf Tour, weitere Stationen internationaler Kunst zu entdecken. So berichten Linda Yablonsky aus New York, die Restauratorinnen der Sammlung Deutsche Bank aus Stauffen, München und Oberhausen, so wie die weltweit mit der Bank verbundenen Galeristen und Sammler von ihren Aufenthaltsorten rund um den Globus.

Vom Frankfurter Headquarter, wo sich Kunstexperten und Kuratoren der Bank zum Gespräch trafen, führt die Reise nach Berlin in die Ausstellungshalle Deutsche Guggenheim und von dort zu den Ausstellungen der Sammlung Deutsche Bank, die 2002 auf allen fünf Kontinenten vertreten waren. Befragt wurden die Kuratoren der Partnermuseen zur ungewöhnlichen Zusammenarbeit mit dem Finanzinstitut und schließlich alle am Heft Beteiligten: Im Beitrag "Alle gemeinsam" können Sie nachlesen, welches Kunstwerk Persönlichkeiten wie I.D. Gloria Fürstin von Thurn und Taxis oder Rikrit Tiravanija mitnehmen würden, wenn sie sonst alles zurück lassen müssten.

Auch das aktuelle Heft birgt ein Kunstwerk "zum Mitnehmen" in sich. Für seine limitierte und nummerierte Arbeit Großer Akt in Winterlandschaft ließ Tobias Rehberger seine gesamte Garderobe, bis auf seinen Hochzeitsanzug und einige geschenkte Kleidungsstücke, verbrennen. Aus der Asche wurde Pigment gemischt und daraus der Große Akt in Winterlandschaft gedruckt.

In vieler Hinsicht erscheint Tobias Rehbergers Arbeit auf die Themen von visuell zugeschnitten: Auf ganz unterschiedliche Weise untersuchen die Beiträge im Magazin globale Aspekte des Transfers und der Transformation von Kunst. So geht die Reise weiter; mit zukünftigen anregenden Projekten im Rahmen des Kunstprogramms der Bank. Bon Voyage!