In dieser Ausgabe:
>> 138 Künstler zu Beginn des Jahrhunderts
>> Buchvorstellung von Akim Monets "The space between" in Gstaad

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138 Künstler zu Beginn des Jahrhunderts:

Der im Taschen Verlag erschienene Band ART NOW führt durch die internationale Kunstszene der Gegenwart – und stellt Ayse Erkmens Moment Projekt Shipped Ships vor.

Mit ART NOW ist nun drei Jahre nach dem Erscheinen von ART AT THE TURN OF THE MILLENIUM wieder eine Publikation vom Kölner Taschen Verlag veröffentlicht worden, in dem junge Künstlerinnen und Künstler zu Beginn des Jahrhunderts präsentiert werden.

Stellte der erste Band im Schwerpunkt Künstler vor, deren Karrieren in den achtziger und neunziger Jahren begann, rücken nun auch jüngere Generationen ins Blickfeld. Außerdem tragen die von Uta Grosenik und Burkhard Riemschneider zusammengestellten Künstlerportraits der zunehmenden Internationalisierung der Kunstszene Rechnung: Asiatische, afrikanische und südamerikanische Künstler erweitern in ART NOW die häufig auf Europa und Nordamerika fixierte Sicht.

Neben zahlreichen Künstlern, die wie Francis Alys, Andreas Gursky oder Ugo Rondinone ebenfalls in der Sammlung Deutsche Bank vertreten sind, wurde auch die türkische Künstlerin Ayse Erkmen in die Publikation aufgenommen. "Ein Werk sollte ebenso wirklich wie seriös sein. Das schließt einen ästhetischen Aspekt ein." Mit diesem Zitat der Künstlerin wird ihr Projekt Shipped Ships vorgestellt, das sie im Mai 2001 in Frankfurt am Main im Rahmen der neuen Kunstreihe der Deutschen Bank - Moment - realisierte.




Shipped Ships: Im Hafen von Istanbul, huckepack unterwegs, Frankfurt bei Nacht, Kumano-Transport

Mit Moment initiiert die Deutsche Bank im jährlichen Abstand und an wechselnden globalen Standorten ausgewählte künstlerische Projekte. Weder Großskulpturen im städtischen Raum noch Kunst am Bau sollten innerhalb dieser Reihe geschaffen werden, sondern nicht wiederholbare Ereignisse, die Ideen oder Situationen auf einmalige Weise reflektieren - kurz: temporäre Kunst im öffentlichen Raum. Demgemäss wurden für Shipped Ships drei Fähren aus Japan, Italien und der Türkei nach Frankfurt verschifft und nahmen auf dem Main mit ihren jeweiligen Crews einen alternativen Fährbetrieb auf.

Die Passagiere konnten an eigens eingerichteten Haltestellen zusteigen, und bei der Überfahrt auch die Besatzung kennen lernen. Sie wurden somit zugleich auch zu Gästen Japans, Italiens und der Türkei. Wer nach der Lektüre von ART NOW mehr über Erkmens Projekt erfahren möchte, dem sei ein Besuch der Moment- Homepage im Internet nahegelegt, auf der auch Karin Sanders wordsearch Projekt dokumentiert ist, das sie im letzten Jahr für Moment in der New York Times realisierte.

ART NOW. 138 Artists at the Rise of the New Millenium. Taschen Verlag, Köln/ Berlin, 2002, broschiert, 638 Seiten, 29,99 Euro ISBN: 382281444X