In dieser Ausgabe:
>> Deutsche Bank Art auf der Art Frankfurt / Deutsche Bank sponsort Frieze Art Fair
>> Sugimoto im Städel / Entfernte Nähe: Parastou Forouhar

>> Zum Archiv

 
Deutsche Bank Art auf der Art Frankfurt


Auf der Art Frankfurt ist die Deutsche Bank Art in diesem Jahr mit einem eigenen Pressestand vertreten.

Von experimenteller Fotografie bis Rauminstallationen und neuer Malerei: Jedes Jahr bietet die Art Frankfurt eine umfassende Übersicht über aktuelle Tendenzen der Kunstproduktion. Unter den rund 180 ausstellenden internationalen Galerien sind so renommierte Namen wie die Galerien Henze & Ketterer aus Bern, Lahumière aus Paris oder James Rubin aus Mailand, die mit ihrer Arbeit seit Jahren die Entwicklung der zeitgenössischen Kunst verfolgen. Zum besonderen Merkmal der Frankfurter Messe gehört aber auch die verstärkte Präsenz neu geründeter Galerien, die mit ihrem vielversprechendem Programm dort erstmals vor ein breites Publikum treten.



Art Forum Berlin Messestand 2003

Nach den erfolgreichen Präsentationen auf der Art Forum Berlin 2003, der Art Cologne 2003 und der TEFAF in Maastricht 2004 wird auch die Deutsche Bank Art wieder auf der diesjährigen Art Frankfurt mit einem eigenen Pressestand vertreten sein. Dem angenehm offenen Konzept der Messe Frankfurt folgend mischen sich die Pressestände dabei unter die Galeriekojen und sind über die gesamte Ausstellungsfläche verteilt. Der 28 qm große Stand der Deutsche Bank Art wird erneut mit einer eigens konzipierten Gestaltung in Erscheinung treten. Dort wird der Messebesucher noch einmal die Gelegenheit haben, eine neue Version der begehrten Pressemappen mit den letzten limitierten Auflagen der Posteredition von den Künstlern aus der Sammlung Deutsche Bank, Franz Ackermann, Marc Brandenburg und Miwa Yanagi, zu erhalten.


Zur Posteredition



Franz Ackermann: Birthday 2003


Die Natur kippt, und mit ihr die Zivilisation. Wie in einer Lawine stürzen auf dem Gemälde von Franz Ackermann Felsmassen, Hochhausarchitekturen und Grünflächen in einer apokalyptisch anmutenden Landschaft durcheinander. Nicht einmal auf die Sonne ist Verlass: In einem ätzenden Orange brennt sie sich an zahllosen Stellen giftig gelb durch die Leinwand. Der titelgebende Birthday, das Ackermann als Bild zu unserer Posteredition beisteuerte, ist für den Berliner Maler der Moment, "da man nicht entscheiden kann, ob sich die Welt im Aufbau oder in einem Zustand vollständiger Zertrümmerung befindet". Das visuelle Chaos entspricht dem Widerstreit von Ökonomie und Politik, mit deren aggressivem Kräftespiel der Betrachter auch unentwegt in der Realität konfrontiert ist. In seiner Malerei sucht Ackermann nicht nach Erinnerungen an Plätze, Orte und ferne Kartografien. Statt dessen wird jede Erzähllogik von ihm aufgelöst, "weil der Betrug alltäglich geworden ist" - kein Bild könnte die Konflikte der Globalisierung begreifen noch aussöhnen. Am Ende geht bei Ackermann jede Bestandsaufnahme deshalb in Abstraktion über. Nicht als Rettung, sondern als Ausweitung der Farbzone.




Marc Brandenburg: Ohne Titel (2003)

Organisches wandelt sich zu Unorganischem, Plastik zu Haut, bizarre Landschaften zerlaufen in glänzenden Graphit-Schlieren: Den Arbeiten Marc Brandenburgs haftet stets etwas Abgründiges an. "Snapshots" nennt der Berliner Künstler seine auf semi-dokumentarischen Schnappschüssen und Magazinausrissen basierenden Bleistiftzeichnungen, die er seit Ende der neunziger Jahre in psychedelischen Installationen präsentiert: in Dunkelräumen unter fluoreszierendem Schwarzlicht. Geprägt von persönlichen Mythologien und der Ikonografie populärer Kultur erinnern seine Bildzyklen an Filmstills, die sich aus perspektivisch verfremdeten und negativ umgekehrten Einzelbildern zusammensetzen.




Miwa Yanagi: Mikiko (2001)

Die Künstlerin Miwa Yanagi ist in der Pressemappe mit der Arbeit Mikiko (2001) aus ihrer großen Serie My Grandmothers vertreten. Bereits seit mehreren Jahren ist Yanagi, die zu den prominentesten Vertreterinnen der jungen japanischen Szene gehört, mit ihren Fotoarbeiten in der Sammlung Deutsche Bank präsent. Für My Grandmothers hat Yanagi junge Frauen befragt, wie sie sich ihr Leben in 50 Jahren vorstellen. Diese im Dialog entstandenen Zukunftsbilder hat die Künsterin in aufwendig inszenierten Fotografien festgehalten. In fast übernatürlicher Klarheit und Brillanz konfrontieren Yanagis Frauenportraits traditionelle japanische Geschlechterrollen mit einem von Technologie und Fortschritt geprägten Ambiente. Ihre Arbeiten werden von kurzen, poetisch-suggestiven Texten begleitet, die aus Gesprächen mit den Protagonisten entstanden und damit eine zusätzliche Ebene zur Fotografie konstruieren. Wie eine Stimme aus dem "Off" fügt der Text dem in der Fotografie festgehaltenen Moment eine zeitliche Komponente hinzu, welche in der Abfolge von Bildern, einen Film im Betrachter entstehen lässt.




[1] [2]