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Aus Deutscher Sicht: Ab Mitte November zeigt das Moskauer Puschkin Museum Meisterwerke des 20. Jahrhunderts aus der Sammlung Deutsche Bank


Uwe Kowski, Ohne Titel, 1992
Sammlung Deutsche Bank © VG Bild-Kunst, Bonn 2004

Die Deutsche Bank zeigt mit der Ausstellung Aus deutscher Sicht vom 17. November 2004 bis 16. Januar 2005 im Moskauer Puschkin-Museum rund 140 ausgewählte Meisterwerke aus ihrer umfangreichen Sammlung. Von Emil Nolde, Ernst Ludwig Kirchner über Gabriele Münter, Max Beckmann, Günther Uecker bis zu Gerhard Richter und Neo Rauch: In sieben Ausstellungsräumen des Puschkin-Museums werden in chronologischer Folge herausragende Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen von rund 50 deutschsprachigen Künstlern aus der Sammlung zu sehen sein. Jede Sektion reflektiert schrittweise die Entwicklung der Deutschen Kunst im letzten Jahrhundert.

Die Schau im Rahmen der Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen 2003/2004 bietet einen faszinierenden Einblick in das Konzept und die Entstehung einer der international bedeutendsten Unternehmenssammlungen. Aufbauend auf Werken und progressiven Visionen der Klassischen Moderne, öffnete sich die Sammlung Deutsche Bank von Beginn an der Gegenwart.



Max Beckmann, Ruderer, 1928
Sammlung Deutsche Bank

Als eines der ersten Unternehmen verbindet die Bank bereits seit Ende der siebziger Jahre Kunst und Arbeitswelt, wobei der Fokus vorwiegend auf Arbeiten auf Papier liegt. Mit über 50 000 Arbeiten entstand so die weltweit größte Unternehmenssammlung, die in den Bankgebäuden des Unternehmens für Mitarbeiter, Kunden und Gäste international präsent ist.
Die vielfältigen künstlerischen Perspektiven, die in der Ausstellung im Puschkin-Museum vorgestellt werden, richten den Blick auf einen Abschnitt deutscher Geschichte, der ebenso von geistigem Aufbruch wie auch von den katastrophalen Auswirkungen zweier Weltkriege bestimmt wurde. In diesem Sinne verfolgt Aus deutscher Sicht. Meisterwerke aus der Sammlung Deutsche Bank schlaglichtartig die künstlerischen Strömungen von Expressionismus und Neuer Sachlichkeit bis zur Nachkriegskunst und endet mit prominenten Vertretern zeitgenössischer Positionen.


Ludwig Kirchner, Bahnhof Königstein, 1917
Sammlung Deutsche Bank
©Dr. Wolfgang und Ingeborg Henze-Ketterer, Wichtrach/Bern

In den Gemeinsamkeiten und Brüchen, die zwischen den Künstlergenerationen zu Tage treten, wird eine ganz spezifische Sicht auf die eigene nationale und künstlerische Identität offenbar. Viele der Werke werden erstmals der russischen Öffentlichkeit präsentiert und bieten den Besuchern die Möglichkeit, die unterschiedlichen Facetten deutscher Kunst des 20. Jahrhunderts unmittelbar zu erleben. Als Kooperation zwischen dem Puschkin-Museum und der Deutsche Bank Art – den russischen und den deutschen Kuratoren – versteht sich die Ausstellung als Fortführung eines kulturellen Dialogs zwischen nationaler Tradition und den Zukunftsperspektiven eines geeinten Europas.

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