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Gespräch: Laura Owens

Den märchenhaften Gemälden von Laura Owens haftet auf den ersten Blick eine kindliche Verspieltheit an. Hinter dieser vermeintlichen Naivität verbirgt sich allerdings eine tiefgründige Reflexion des Mediums Malerei. Cheryl Kaplan hat sich mit Owens über freundliche Tiere, Ritter, und nächtliche Streifzüge durch berühmte Sammlungen unterhalten.


Interview: Markus Schinwald

Puppenspiele: Ganz gleich ob der junge Österreicher Markus Schinwald seine Marionetten wie den Rattenfänger von Hameln Kinder entführen lässt, oder Hotelzimmer mit bizarren Protagonisten bevölkert, stets verbergen sich hinter seinen traumartigen Szenarien subtile Abgründe. Maria Morais hat den Künstler in Wien zum Gespräch getroffen.


Kinderbildnisse in der Sammlung Deutsche Bank

Gute alte Zeiten? Im Mittelalter malte man noch Kinder als kleine Erwachsene. Erst die Romantik schuf einen Begriff, der die Distanz zwischen beiden beschreibt: Kindheit. Künstler aus allen Jahrhunderten haben diesen Zustand interpretiert - sehr kontrovers, wie die große Bandreite der Kinderbildnisse in der Sammlung Deutsche Bank zeigt.


Kindliche Strategien in der Kunst

Mit den Augen eines Kindes: Bereits seit den Avantgarden der Moderne haben Künstler immer wieder auf "kindliche" Ausdrucksformen zurückgegriffen, um ihrem Bedürfnis nach Unmittelbarkeit Ausdruck zu verleihen. In Zeiten von massenmedialer Überflutung hat diese Strategie allerdings neue Wandlungen erfahren. Ein Essay von Ulrich Clewing.


Once Upon a Time: Kunst und Kindheit

Es dauerte Monate, bis endlich das lang ersehnte Gespräch zwischen der in Los Angeles lebenden Künstlerin Laura Owens und unserer Korrespondentin Cheryl Kaplan zustande kam. Owens auf den ersten Blick märchenhaft anmutende Malerei bildet den Ausgangspunkt des jüngsten Features "Once Upon a Time", in dem "kindliche Strategien", Kinderbilder und der Umgang mit Märchen und Mythen in der Gegenwartskunst untersucht werden sollen +++ Im Gespräch mit Owens zeigt sich, wie die Malerin naiv und verspielt wirkende Motive nutzt, um dem Betrachter den Zugang zu ihren Bildern zu erleichtern, die tatsächlich von formaler Raffinesse und kunstgeschichtlich en Reflexionen bestimmt sind +++ Der Österreicher Markus Schinwald gilt als einer Shooting-Stars der jungen Szene, der in seinen Videos und Installationen subtile Traumszenarien schafft, die an Tanz, Performancekunst und Marionettenspiel anknüpfen. So lässt er in seiner Arbeit "Children's Crusade" den Rattenfänger von Hameln als unheimliches Puppengeschöpf auftreten. Maria Morais hat ihn in einem Wiener Café getroffen. +++ Christiane Meixner hat sich für db artmag Kinderbildnisse aus der Sammlung Deutsche Bank angesehen und zeigt mit welcher Vielfalt die Künstler des 20. Jahrhunderts das Phänomen Kindheit fest halten . +++ In seinem Essay "Mit den Augen eines Kindes" untersucht Ulrich Clewing, wie sich Künstler vom Expressionismus bis in die Gegenwart "kindliche Strategien" angeeignet haben, um Kunst und Leben zeitgemäß zu reflektieren.