In dieser Ausgabe:
>> Between Bridges
>> Beat Streuli
>> Mehr als das Auge fassen kann
>> Tagebuch einer Mexiko-Reise

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Tamara Grcic, Ohne Titel, New York, 1995
Sammlung Deutsche Bank
© Tamara Grcic, Courtesy Kuckei+Kuckei, Berlin


Wenn also hier von zwei unterschiedlichen Traditionen die Rede ist, dann nicht, um die Künstler der Ausstellung zu Antipoden zu stilisieren, sondern um auf die Wurzeln zu verweisen, aus denen die Werke gewachsen sind – und sei es als klassische Hybride. Es ist faszinierend genug, dass das kuratorische Konzept, große Formate und Serien zusammenzubringen, überhaupt aufgeht. Nimmt man die geradezu quecksilbrig lebhaften Details, die Tamara Grcic auf einem Gemüsegroßmarkt fotografiert hat, und vergleicht sie mit den gestisch arretierten Frauenfiguren Katharina Mayers, sieht man die Polarität von Straße und Atelier noch immer am Werk.

Katharina Mayer, Sister, 2001
Sammlung Deutsche Bank, © Katharina Mayer


Wir werden Zeugen einer fotografischen Kunst, die es weder ohne die eine noch ohne die andere Frage gegeben hätte. Die Methoden haben sich sogar verfestigt zu Strategien. Die Antworten auf die Frage "Was ist Fotografie?" sind selbstverständlich divergent. Das liegt in der Natur künstlerischer Praxis.

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