Porträt: Cornelia Parker

Ihre Serie "Avoided Object" zeigt friedlich treibende Wolken. Doch tatsächlich hat Cornelia Parker diese Aufnahmen mit der Kamera eines nationalsozialistischen Massenmörders geschossen. Ob sie Kirchen explodieren oder Tafelsilber platt walzen lässt - häufig thematisieren ihre Arbeiten kulturelle und geschichtliche Gewalt. Louise Gray hat die britische Konzeptkünstlerin getroffen


Welt als Bühne: Gerard Byrne

Seine Landschaften führen uns in ein dämmeriges Arkadien. Hier sucht Gerard Byrne den möglichen Schauplatz von Becketts "Warten auf Godot". Der irische Künstler untersucht in seinen Arbeiten, wie Fotografie, Massenmedien und Film die visuelle Kultur des 20. Jahrhunderts beeinflusst haben. Ossian Ward über den Foto- und Video-Künstler, der Irland auf der Biennale 2007 vertreten wird.


Die Idyllen der Annelies Strba

Im Schatten junger Mädchenblüte: In ihren fotografischen Serien schildert Annelies Strba eine absolut weibliche Welt. Bei diesen vermeintlichen Idyllen handelt es sich aber zugleich auch um einfühlsame Langzeitstudien ihres Familienlebens: Seit mehr als zwei Jahrzehnten fungieren Töchter und Enkelkinder als Modelle für die Künstlerin aus der Schweiz. Harald Fricke hat mit ihr gesprochen.


Interview: Yehudit Sasportas

Sie thematisiert einen urdeutschen Mythos - den Wald. Yehudit Sasportas zeigt ihn als kulissenhaftes Sehnsuchtsbiotop, in dem sich der Betrachter zwischen tiefer Empfindung und Postkartenklischee auf allen möglichen Denkpfaden bewegen kann. db artmag hat die Künstlerin, die auf der Venedig Biennale 2007 den israelischen Pavillon bespielt, in ihrem Berliner Atelier zum Interview getroffen.


Kein Ort nirgends

Selten ist das Bedürfnis nach Rückzug in häusliche oder natürliche Idyllen größer als in der Vorweihnachtszeit, millionenfach werden Postkartenmotive von verschneiten Landschaften oder familiärem Glück verschickt. Doch wie nähert sich die aktuelle Kunst dem Motiv der "Idylle"? db artmag stellt vier Künstler und kritische Positionen aus der Sammlung Deutsche Bank vor, die sich auf ganz unterschiedliche Weise diesem Thema annähern. +++ Den Mythos Wald zeigt Yehudit Sasportas als kulissenhaftes Sehnsuchtsbiotop, durch das sich der Betrachter auf den unterschiedlichsten Denkpfaden bewegen kann. Sasportas wird 2007 den israelischen Pavillon auf der Biennale in Venedig bespielen +++ Gerard Byrnes Landschaftsansichten wirken auf den ersten Blick ganz der Idee klassischer Schönheit verpflichtet. Tatsächlich aber zeigt der Künstler das Gelände hinter Samuel Becketts Wohnhaus als Kulisse für "Warten auf Godot". Byrne vertritt Irland auf der Biennale +++ Annelies Strbas psychedelische Aufnahmen beschwören die Paradiese der Kindheit und geheimnisvolle Idyllen. Die Bilder der Schweizer Fotografin zeigen eine entrückte, absolut weibliche Welt zwischen Neo-Folk und digitalem Impressionismus +++ Cornelia Parkers Serie �Avoided Object� zeigt einen romantisch zerrissenen Wolkenhimmel. Doch für diese Aufnahmen verwendete den Fotoapparat des KZ-Lagerkommandanten Rudolf Höss. Viele Arbeiten der britischen Konzeptkünstlerin kreisen um die Themen Gewalt und Zerstörung +++