In dieser Ausgabe:
>> Kaiserring an Matthew Barney/ Gesponsert: Matta-Clark/ MMK empfängt Deutsche Bank/ Villa Romana Preis/ Lichtinstallation in Brüssel
>> Kunstmesse Istanbul / Stankowski in Bottrop

>> Zum Archiv

 

Dinner im Museum
MMK würdigt Engagement der Deutschen Bank




Andreas Slominski vor seiner Arbeit "xHBy101z" aus der
Sammlung Deutsche Bank, die gerade im MMK zu sehen ist. Foto: Alex Kraus

Schon seit langem unterstützt die Deutsche Bank das Frankfurter Museum für Moderne Kunst. Um sich für dieses Engagement zu bedanken, lud Direktor Udo Kittelmann jetzt zum festlichen Empfang mit anschließendem Dinner in sein Haus, in dem gerade die große Andreas Slominski-Retrospektive Roter Sand und ein gefundenes Glück auf dem Programm steht. Die Schau im MMK präsentiert vor allem neue, raumbezogene Installationen und belegt die bestechende Radikalität von Slominskis Arbeiten, die den Alltag und gesellschaftliche Verhältnisse mit absurdem Humor in Frage stellen.



Direktor Udo Kittelmann führte die Gäste durch die
Slominski-Retrospektive im Museum für Moderne Kunst. Foto: Alex Kraus

In der Ausstellung sind auch drei Neuerwerbungen für die Sammlung Deutsche Bank zu sehen – großformatige, schrill-bunte Styropor-Bilder, auf denen der Künstler ebenfalls aus Kunststoff gefertigte Objekte wie Skier, Kerzenständer oder Nägel angebracht hat. Diese ersten "richtigen Bilder" im Werk des Künstlers scheinen wie ironische Kommentare zum aktuellen Boom der Malerei.

Andreas Slominski im Gespräch mit
Friedhelm Hütte, Direktor der Deutsche Bank Kunst. Foto: Alex Kraus


Dass die bislang umfangreichste Schau Slominskis gerade in Frankfurt stattfindet, ist nur konsequent. Seit seinem Eröffnungsjahr 1991 verfolgt das MMK seine künstlerische Arbeit und konnte bislang mehr als vierzig Werke erwerben – von den sorgfältig gebügelten und gestapelten Staubtüchern über die mit dem Hab und Gut von Obdachlosen bepackten Fahrräder bis hin zu einer "Weihnachtsdekoration für Frühling, Sommer und Herbst".


Die Tafel in dem Raum mit Andreas Slominskis Styropor-Arbeiten. Foto: Alex Kraus


Udo Kittelmann begrüßte die Gäste – Andreas Slominski, befreundete Künstler, Galeristen, Förderer des Museums und die Direktoren der Kunstabteilung der Deutschen Bank – im Foyer des Museums, um sie dann durch die Ausstellung zu führen. Dabei sprang seine Begeisterung für die oft sperrigen Arbeiten Slominskis rasch auf das Publikum über.

Dr. Ariane Grigoteit, Direktorin der Deutsche Bank Kunst, begrüßte die Gäste. Foto: Alex Kraus


Das Dinner fand dann an einem besonderen Ort statt: umgeben von den Styropor-Bildern Slominskis nahmen die rund 40 Gäste an der festlichen Tafel Platz, deren V-Form den ungewöhnlichen Grundriss des spitz zulaufenden Ausstellungsraums aufnahm.



Ein Objekt von Andreas Slominski für die Gäste des Dinners. Foto: Alex Kraus


Als kleine Überraschung lag auf jeder Serviette ein überdimensionaler, Silbern besprühter Nagel aus Styropor – ein Objekt von Andreas Slominski, wie es auf vielen seiner Arbeiten in dem Museumssaal zu sehen ist, und ein Souvenir, das an einen überaus gelungenen Abend erinnert.

[1] [2] [3] [4]