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„Ein neuer Publikumsmagnet“
Die Presse über das neue PalaisPopulaire

Jahrelang stand das Prinzessinnenpalais am Boulevard Unter den Linden leer. Jetzt hat die Deutsche Bank das historische Haus wiederbelebt – als PalaisPopulaire. Die Presse reagiert begeistert auf dieses neue Forum für Kunst, Kultur und Sport im Herzen Berlins. Und auch die Eröffnungsausstellung „The World on Paper“ stößt auf positive Resonanz.
„Das neue Haus ist in jedem Fall bereits Stadtgespräch“, schreibt das Stadtmagazin tip nach der Eröffnung des PalaisPopulaire. „Bestimmt ein neuer Publikumsmagnet“, so die Abendschau. „Das passt richtig gut zu Berlin“, konstatiert eine der Besucherinnen in der Reportage des wichtigsten TV-Nachrichtenmagazins der Hauptstadt. Und Kito Nedo berichtet in der Art: „Das neue Kunsthaus der Deutschen Bank eröffnet in historischer Kulisse“. „Die neue Location ist ein Berlin-typischer Ort“, meint Sebastian Frenzel in Monopol und spielt dabei auf die bewegte Geschichte des Palais an. Das ehemalige Wohnhaus der Preußischen Prinzessinnen wurde im 2. Weltkrieg so stark zerstört, dass es in den frühen 1960ern abgerissen und wiederaufgebaut wurde. Mit einer historischen Fassade und Innenräumen im Stil der DDR-Moderne diente es als Operncafé, das auch nach der Wende weiterbestand. „Wir fanden die Geschichte des Gebäudes sehr faszinierend. Es ist sehr interessant, denn in ihm spielt sich die ganze Geschichte Berlins“, so Svenja von Reichenbach, die Leiterin des PalaisPopulaire, in einem Interview mit dem Exberliner. Und in einem Interview mit Monopol führt sie aus, dass der Innenausbau „die historischen Brüche offenlässt. (…) Das facettenreiche Gebäude verleiht unserem Konzept zusätzliche Spannung.“

In der Kunstzeitung stellt Karlheinz Schmid das Projekt und seinen Initiator Thorsten Strauß vor. Als Global Head Art, Culture & Sports der Bank leitet Strauß den Bereich, der seit 2016 das künstlerische, kulturelle und sportliche Engagement der Deutschen Bank bündelt. „Der Name PalaisPopulaire sei Programm, sagt Strauß – und man glaubt ihm sofort, dass er und sein Team in diesem von Wilfried Kuehn wunderschön renovierten Gebäude den Spagat schaffen, zwischen einem Forschungslabor und einer auch mal glamourösen Eventbude neues Kommunikationsterrain zu erobern.“ In der Süddeutschen Zeitung erschien zur Eröffnung ein ausführliches Interview mit Josephine Ackerman und Svenja von Reichenbach. Darin erklärt Ackerman, die stellvertretende Leiterin von Art, Culture & Sports, das Konzept des Hauses: „Wir wollen populär sein im Sinne von offen für alle, gefragt, künstlerisch und gesellschaftlich relevant. Aber wir wollen nicht populär sein im Sinne von einfach und trivial, was die inhaltliche Ausrichtung anbelangt. Wir wollen die Leute erreichen, aber unser Programm muss anspruchsvoll bleiben.“

Künftig gehört Unter den Linden 5 zu den „besten und repräsentativsten Adressen der Stadt“, stellt Gabriele Walde in der Berliner Morgenpost fest. „Die Bank hat sich“, so Nicola Kuhn im Tagesspiegel, „noch weiter ins kulturelle Zentrum gerückt in unmittelbarer Nachbarschaft von Opernhaus, Deutschem Historischem Museum, Humboldt Universität, Schinkel Pavillon und dem künftigen Humboldt-Forum.“ Und auch die Architektur überzeugt die Kunstjournalistin. „Von außen zeigt sich der cremeweiße Bau zur Oberwallstraße hin noch in schönster Rokoko-Manier, perfekt saniert mit Rocaillen und vorgeblendeten Pilastern. Betritt man jedoch das von Kuehn Malvezzi umgestaltete Innere, so könnte der Bruch nicht größer sein. Das alte Interieur wurde hinausgefegt. (…) Das für seine Museumsumbauten hoch gefragte Architekturbüro hat das Stahlbetonskelett des Nachkriegsbaus hervorgeholt und als stärkstes gestalterisches Element eingesetzt.“

Vom „plüschigen Neunziger-Jahre-Dekor“ des Operncafés hat man sich zugunsten eines „eleganten, minimalistischen Re-Designs“ verabschiedet, so Art Newspaper. In LUFTHANSA EXCLUSIVE erschient anlässlich der Eröffnung ein ausführliches Porträt von Kuehn Malvezzi. „Architektonische Schönheit zeigt sich in den Details“, so Sophie Jung in dem Magazin für die Vielflieger der Lufthansa, „das beweist auch das neue Kulturforum der Deutschen Bank.“ „Von außen Palais, von innen eine superschicke, moderne, glatte Galerie auf drei Etagen“, so fasst Cora Knoblauch von der Radio1 ihren Eindruck zusammen. „Jetzt kann die Kunst der Deutschen Bank endlich einmal größer und mondäner auffahren – im ehemaligen Prinzessinnenpalais direkt neben der Staatsoper.“

„Zum Kernkonzept des Hauses gehört auch die durchgehende Digitalisierung“, berichtet Sebastian Blottner in der Berliner Morgenpost. „Das Haus ist wie geschaffen für zeitgemäße Ausstellungen.“ In der Berliner Zeitung schwärmt Petra Kohse von „der Idee eines integrierten Kulturangebots“ und informiert: „die Vermittlungsangebote seien auf Monate ausgebucht.“ Neben der britischen Kunstzeitschrift Apollo berichtet auch die Artribune über das PalaisPopulaire. In dem italienischen Magazin betont Mariacristina Ferraioli vor allem die Kooperationen mit Partnern wie der Londoner Tate Modern, den Berliner Philharmonikern und besonders mit dem MAXXI in Rom. Hier sei derzeit die Ausstellung von Caline Aoun als „Künstlerin des Jahres“ 2018/19 der Deutschen Bank zu sehen, die danach im PalaisPopulaire auf dem Programm steht.

Auch die Ausstellung The World on Paper begeistert die Kritiker. So bemerkt Johannes Wendland im Handelsblatt: „Zur Eröffnung hat Deutsche-Bank-Kurator Friedhelm Hütte in die Vollen gehen können. (…) Dicht an dicht sind die Ergebnisse einer beeindruckenden und kenntnisreichen Sammeltätigkeit zu sehen. (…) Es herrscht das globale Prinzip, neben den Heroen der eurozentrischen Kunstgeschichtsschreibung sind Künstler aus Südafrika, Indien, Lateinamerika und Südostasien vertreten“. „Die Werke sind von überall her angereist und in dieser Fülle noch nie gemeinsam ausgestellt gewesen“, schreibt Angela Hohmann in der Berliner Morgenpost. „Sie zeigen die ganze faszinierende Bandbreite des Mediums Papier.“ Auch die Kunstzeitung lobt die „souveräner Eröffnungsschau“: Es ist eine Leistung auf Weltmeister-Niveau, wenn mit einem Bestand überwiegend kleinformatiger Werke eine Ausstellung derart souverän inszeniert wird.“ „Zu sagen, dass die Eröffnungsausstellung des neuen Deutsche Bank Forums für Kunst, Kultur und Sport eine echte Attraktion ist, wäre noch untertrieben“, berichtet LUX. Das Interessante an The World on Paper ist für das englischsprachige Online-Magazin die Tatsache, dass es keine „sichere Schau“ sei. Die Ausstellung setze nicht auf eine lange Liste großer Namen, sondern sie gehe Risiken ein – etwa mit den Arbeiten der iranischen Künstlerin Parastou Forouhar.

„Da gibt es eine Reihe mit Josef Albers, Bridget Riley, Hermann Glöckner und Blinky Palermo, einfach zum Niederknien“, schwärmt Nicola Kuhn im Tagesspiegel in ihrem Text über die Eröffnung. In ihrem Beitrag zur Berlin Art Week kommt sie erneut auf das Haus zu sprechen: „Welche Zugkraft gerade die großen Orte besitzen, wird deutlich am 'PalaisPopulaire', wie jetzt das Prinzessinnenpalais Unter den Linden heißt. Zur Art Week öffnete es nach jahrelanger Schließung wieder seine Tore. Hier zeigt die Deutsche Bank als Mieterin fortan Kunst, vor allem ihre grandiose Sammlung. (…) Die Stadt hat einen Ort zurückgewonnen, der fortan der Kunst gewidmet ist. Schöner kann es nicht kommen.“