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Kritiken zur 2008 California Biennial

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"Gute Kunst im Überfluss"
Kritiken zur 2008 California Biennial im Orange County Museum of Art


Noch bis zum 15. März 2009 wird die 2008 California Biennial nicht nur im Orange County Museum of Art (OCMA) zu sehen sein, sondern auch in 24, über ganz Kalifornien verteilten Satelliten. Die von der Deutschen Bank gesponserte Ausstellung zeigt unbekannte wie etablierte kalifornische Künstler und hat so eine dezidiert regionale Ausrichtung. Sie ist eine kritische und provokante Hommage an Kultur und Politik der Westküste. Die Reaktionen der kalifornischen Presse auf die Biennale waren überaus positiv.




Der Kunstkritiker des Orange County Weekly, der größten Zeitung der Region, ist hellauf begeistert von der 2008 California Biennial und geht sogar soweit, den Biennalenbesuch mit der Freude eines Kinds am Heiligen Abend zu vergleichen. "Im Vergleich sahen die vergangenen Biennalen im OCMA aus wie jene traurigen Veranstaltungen, für die jemand Balkonstühle auf einem Parkplatz oder in der Nähe einer Tankstelle aufstellt und gerahmte Drucke von stürmischen Wellen und Körben mit Kätzchen verkauft." Der Kritiker findet vor allem den Biennalenschwerpunkt auf politische Kunst lobenswert und nennt die Exponate "machtvoll", "verblüffend" und "wirkungsvoll".

Christopher Knight, den Kunstkritiker der Los Angeles Times, konnte die Biennale dagegen nicht ganz überzeugen. Obwohl ihn viele Installationen, Videoarbeiten und Gemälde im OCMA faszinierten, war sein Eindruck von den 24 Satelliten in Tijuana, San Francisco oder Los Angeles ambivalent: "Die Bemühungen passen zum losen Thema der Schau, dem sozialen und politischen Engagement. Aber sie schwächten die Wirkung des Biennalenbesuchs eher ab als dass sie ihn zu verstärken."

The Orange County Register hält den erweiterten Fokus der Biennale allerdings für sehr reizvoll. Er ist einer der Gründe für die Begeisterung des Kunstkritikers Richard Yang über "die schlaue, junge Kuratorin" Lauri Firstenberg, die seiner Ansicht nach "frische Perspektiven in die Ausstellung" einbringt.

Das kalifornische Hochglanzkunstmagazin art ltd. war ebenfalls beeindruckt von der "ambitionierten, thematisch trotzig weit abgesteckten und generationenübergreifenden" Biennale. Lauri Firstenbergs Arbeit erschien Redakteur George Melrod als sehr innovativ. Er war geradezu begeistert von ihrem "durchdachten und trotzdem extensiven kuratorischen Ansatz", der "intimer und gleichzeitig experimenteller als der vieler anderer Museen" wirkte. Diese Einschätzung wird in den meisten Reaktionen in der Presse auf die außergewöhnliche Biennale geteilt. Wie es Greg Stacy im Orange County Weekly so prägnant auf den Punkt bringt: "Es gab gute Kunst im Überfluss".






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