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Die Presse über Pawel Althamers Projekt Almech im Deutsche Guggenheim

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Bank trifft Werkbank
Die Presse über Pawel Althamers Projekt Almech im Deutsche Guggenheim


Pawel Althamer das Deutsche Guggenheim in eine Kunstfabrik verwandelt. Seine Ausstellung „Almech“ ist ein Projekt, das sich permanent wandelt: Tag für Tag werden lebensgroße skulpturale Porträts von Ausstellungsbesuchern, Künstlern und Kuratoren sowie Angestellten der Deutschen Bank, des Deutsche Guggenheim und der Guggenheim Foundation hergestellt. Almech, so heißt auch die Kunststofffabrik von Althamers Vaters. Der im Warschauer Vorort Wesola gelegene Betrieb eröffnet für knapp drei Monate über eine Dependance Unter den Linden. Althamer hat Arbeiter und Maschinen aus Wesola ins Deutsche Guggenheim geholt, um hier aus weißem Kunststoff und Metallskeletten rund 100 Skulpturen anzufertigen. Die Presse reagiert begeistert auf Althamers Experiment.


Monopol möchte mehr wissen: Pawel Althamers außergewöhnliches Projekt für das Deutsche Guggenheim hat das Kunstmagazin dazu bewogen, die Rubrik "Wie haben Sie das gemacht?" diesmal dem polnischen Künstler zu widmen. Auf zwei Seiten, begleitet von zahlreichen Fotos, erläutert Althamer die technischen Abläufe von Almech und gibt Hintergrundinformationen zum Entstehungsprozess dieser kollektiven Arbeit. Karin Schulze vom Spiegel betont den "utopischen Aspekt" von Althamers Arbeiten und ihren "partizipatorischen Charakter", durch den die Beteiligten zu "Regisseuren und Akteuren ihrer eigenen Drehbücher werden können". Almech sei aber auch "eine Hommage an den Erfindergeist und die kreative Spontaneität dieses kleinen Familienbetriebs, der florierte, bis ihn die Globalisierung der Märkte abdrängte. Diese melancholische Reverenz an ein kleines lokales Unternehmen erbringt Althamer nicht zufällig in einem Kunstraum, hinter dem die beiden mächtigen Global Player Guggenheim Foundation und Deutsche Bank stehen. Sein Almech konfrontiert auch Werkbank und Bank: die gemächliche, leicht durchschaubare, dingliche Produktion mit den abstrakten, schnell getakteten, wenig nachvollziehbaren Transaktionen der Finanzwirtschaft."

Für Deutschlandradio Kultur lädt das Projekt dazu ein, "im Kollektivgeist eines großen sozialen Gruppenporträts aufzugehen. Ein Selbstversuch, auf den man sich unbedingt einlassen sollte." Das Handelsblatt reagiert etwas skeptischer: "Die blendend weißen Skulpturen, die so entstehen, erscheinen wie bizarre Zwitter zwischen Berlinischem Klassizismus und den "Plastinaten" von Gunther von Hagens. Viel Aufwand mit einem eher bescheidenem Ertrag – aber womöglich sind diejenigen, die sich an diesem "partizipatorischen" Projekt beteiligen, anderer Meinung." In einen "Ort der aktiven Produktion" hat sich das Deutsche Guggenheim verwandelt, schreibt das Kunst Magazin, während die Zitty konstatiert, dass Althamer zu den "experimentierfreudigsten Künstlern der Gegenwart" zählt.

Auch zwei TV-Magazine berichteten über Almech. Das Arte Journal schildert in seinem Beitrag den Fertigungsprozess dieser "Skulpturen als Einladung zum Träumen" und Aspekte (ZDF) schickte das Reporterteam von "Tatort Kunst" ins Deutsche Guggenheim. Es konnte miterleben, wie Althamer seinen, wie er erklärt, "Freund und größten Sammler" Dakis Joannou verewigt – als "Häuptling der Dakota" mit opulentem Federschmuck. Die beiden Reporter zeigen sich "schwer beeindruckt". Internetmedien wie art-in-berlin und VernissageTV waren ebenfalls vor Ort: Das Kamerateam von art-in-berlin dokumentierte die ersten Produktionsschritte von Almech. Im Interview erläutert Friedhelm Hütte, Global Head of Art, Deutsche Bank, die Hintergründe dieser 17. Auftragsarbeit für die Berliner Ausstellungshalle. Auf VernissageTV spricht Kurator Nat Trotman vom New Yorker Guggenheim Museum über das Konzept der Schau.

"Eines ist klar: So radikal hat sich das Guggenheim als Institution mit einer experimentellen Auftragsarbeit noch nie einem Künstler ausgeliefert", stellt Gabriela Walde in der Berliner Morgenpost fest. Für sie ist Althamer "kein Künstler, der das Elitäre pflegt. Kunst ist für ihn, ganz im Gefolge vom Joseph Beuys, so etwas wie eine soziale Plastik, demnach für jedermann zugängig und auch verhandelbar. Eine Art Solidarnosc, über alle Gesellschaftsschichten hinweg." In der Berliner Zeitung schreibt Irmgard Berner über die sich permanent wandelnde Schau: "So ist die Ausstellung anfangs noch gar keine. Althamer liegt mehr daran, aus dem Prozess eine soziale und zugleich reale Plastik zu schöpfen, die die Menschen, die Besucher zugleich mit sich selbst konfrontiert." Das sieht Nicola Kuhn vom Tagesspiegel ähnlich: "Das Deutsche Guggenheim hat sich auf ein Spiel eingelassen, ein work in progress, bei dem man nur erahnen kann, wie die Ausstellung am Ende aussieht. (…) Althammer ist ein Coup gelungen, dessen Vielschichtigkeit sich erst nach und nach offenbart. Sein kühner Transfer, der Hände Arbeit im Showroom eines Geldinstituts vorzuführen, demonstriert keck, welch kostbarer Rohstoff gegenwärtig aus Polen nach Berlin geliefert wird: Kunst, kreatives Potenzial."




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