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do not walk outside this area
Roman Ondáks Projekt für das Deutsche Guggenheim


Nach Wangechi Mutu (2010) und Yto Barrada (2011) wurde Roman Ondák für 2012 von der Deutschen Bank als „Künstler des Jahres“ ausgezeichnet. Der 1966 geborene Slowake zählt zu den spannendsten Protagonisten der aktuellen osteuropäischen Szene. Im Deutsche Guggenheim ist jetzt sein spektakuläres Projekt „do not walk outside this area“ zu sehen.


Eine typische Situation während einer Flugreise: Im Zustand zwischen Langeweile und völliger Entspannung schaut man aus dem Fenster und der Blick fällt auf diese Aufschrift: DO NOT WALK OUTSIDE THIS AREA ist auf der Tragfläche zu lesen. An wen richtet sich diese Warnung? Während eines Flugs erscheint dieser Satz jedenfalls regelrecht absurd. Eben diese Anweisung liefert den Titel zu Roman Ondáks aktuellem Projekt, das er eigens für das Deutsche Guggenheim konzipiert hat. Und tatsächlich spielt hier ein Flugzeugflügel eine zentrale Rolle: Der Weg durch die Installation führt über den gigantischen Flügel einer Boeing 737-500, der zwei Ausstellungsräume wie eine Brücke miteinander verbindet.

Hier sind Papierarbeiten und Installationen zu sehen, die auf das Thema „Reisen“ anspielen. Etwa Balancing at the Toe of the Boot – eine Serie von sieben Postkarten und sechzehn fiktiven Zeitungsartikeln, die 2010 für die Ausstellung Un’Espressione Geografica in der renommierten Fondazione Sandretto Re Rebaudengo in Turin entstand. Die von Francesco Bonami kuratierte Schau zum 150. Jubiläum der Staatsgründung von Italien befassten sich 20 internationale Künstler mit einer Region des Landes – im Falle von Ondák war es Kalabrien. Gemeinsam mit seiner Frau Mária reiste er durch den Süden Italiens und schickte Bonami Postkarten, auf denen der Satz „WE ARE STILL ALIVE“ zu lesen ist. Dies ist als Hommage an den Konzeptkünstler On Kawara zu verstehen, der in den 1970ern eine legendäre Serie von Telegrammen mit dem Wortlaut „I AM STILL ALIVE. ON KAWARA“ an seine Freunde verschickt hat. Zugleich erscheint diese lakonische Zeile des Ehepaars Ondák als ironische Anspielung auf das weit verbreitete Klischeebild von Kalabrien als Brutstätte der organisierten Kriminalität.

Um sich zwischen den beiden Teilen der Ausstellung hin und her zu bewegen, muss der Besucher über die Tragfläche der Boeing laufen und dabei die Linie mit der Aufschrift DO NOT WALK OUTSIDE THIS AREA überschreiten. Die Ausstellungsbesucher sind also unweigerlich gezwungen, eben über jene unerreichbare Fläche zu gehen, die man normalerweise nur vom Inneren des Flugzeugs aus sehen kann. So ist Ondáks Tragfläche auch keine weihevolle Skulptur, sondern ein Gebrauchsgegenstand, den man betreten soll. Der Flugzeugflügel dient als Steg, aber auch als Start- und Landebahn für unsere Vorstellungen, Erinnerungen, Fantasien. Im Zeitalter globaler Mobilität lädt der Künstler dazu ein, auf eine innere, imaginäre Reise zu gehen.

do not walk outside this area ist die dritte Ausstellung eines „Künstlers des Jahres“ im Deutsche Guggenheim. 2010 begann die Reihe mit der in New York lebenden Kenianerin Wangechi Mutu. Ihr Ausstellungsprojekt My Dirty Little Heaven war nach seiner Premiere in Berlin in weiteren internationalen Ausstellungshäusern zu sehen, ebenso wie Riffs, die Schau von Yto Barrada, der „Künstlerin des Jahres“ 2011. Nach Stationen Im Brüsseler WIELS und der Renaissance Society in Chicago wird Riffs in weiteren renommierten Ausstellungshäusern zu sehen sein, der IKON Gallery in Birmingham, dem MACRO in Rom und dem Fotomuseum Winterthur.

Die Auszeichnung der Deutschen Bank ist wie die Unternehmenssammlung ganz der Gegenwart verpflichtet. Auf Empfehlung des Deutsche Bank Global Art Advisory Council, dem die renommierten Kuratoren Okwui Enwezor, Hou Hanru, Udo Kittelmann und Nancy Spector angehören, werden vielversprechende internationale Künstler geehrt. Die Preisträger haben bereits ein eigenständiges, herausragendes Oeuvre realisiert, in dem Arbeiten auf Papier oder Fotografie – die beiden Schwerpunkte der Sammlung Deutsche Bank – eine zentrale Rolle spielen.

Im Unterschied zu anderen Auszeichnungen ist „Künstler des Jahres“ nicht mit einem Geldpreis dotiert, sondern steht für die Philosophie der Deutschen Bank, über eine finanzielle Förderung hinaus weltweit Zugang zu aktueller Gegenwartskunst zu ermöglichen – sei dies durch ihre Unternehmenssammlung, durch Ausstellungen oder Kooperationen. Höhepunkt ist die Einzelausstellung des „Künstlers des Jahres“ im Deutsche Guggenheim in Berlin, die anschließend an weiteren internationalen Standorten präsentiert wird. Zur Ausstellung erscheinen ein ausführlicher Katalog und eine exklusive Edition des Künstlers. Zudem wird eine Auswahl von Arbeiten auf Papier für die Sammlung Deutsche Bank erworben.




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