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Schau mich an!
Die Schirn erkundet die Privatspäre



Es sind Fotografien, wie sie jeder besitzt und jeder kennt – Aufnahmen von Hochzeiten, aus dem Urlaub, von Freunden, die gut gelaunt in die Kamera lächeln. Erinnerungen in Bilderform, ein Potpurri aus 304 einzeln gerahmten Schnappschüssen. Fiona Tans Vox Populi Tokyo (2007) erlaubt einen Blick in das Leben der Anderen. Eigentlich hängt die Arbeit im Hauptsitz der Deutschen Bank in Frankfurt. Dort ist die 31. Etage von Turm B den Arbeiten Tans gewidmet. Jetzt ist Vox Populi Tokyo  gemeinsam mit Werken von Mike Bouchet, ebenfalls „Etagenkünstler“, temporär in die Schirn Kunsthalle gezogen, wo sie im Rahmen der Ausstellung Privat bis zum 3. Februar 2013 zu sehen ist.

Anhand zahlreicher zeitgenössischer Arbeiten setzt sich die Schau mit der „Öffentlichkeit des Intimen“ auseinander. Privat – das ist in Zeiten von Facebook und Reality-TV ein Wort mit Retro-Appeal. Exhibitionismus, Selbstenthüllung und Voyeurismus scheinen allgegenwärtig. Auch in der Kunst. 30 internationale Positionen erkunden in Privat die durchlässigen Grenzen zwischen Öffentlichem und Privatem. Fotografien, Polaroids, Handyfotos, Objekte, Installationen und Filme spiegeln häusliche Szenen und persönliche Geheimnisse, Vertrautes und Intimes. So sind in der Schirn etwa Tracey Emins skandalumwittertes benutztes Bett zu sehen, Fotos aus Ai Weiweis Blog oder Polaroids, auf denen Mark Morrisroe intime Situationen seines hedonistischen Lebens in der Punkszene von Boston und New York festgehalten hat. Auf eindrücklichen Schwarz-Weiß-Fotografien porträtiert Marilyn Minter ihre psychisch kranke Mutter. Auch Leigh Ledare thematisiert das Verhältnis zu seiner Mutter und verdichtet Fotografien und Fundstücke zu psychologisch aufgeladenen, schockierenden Tableaus. Evan Baden beschäftigt sich dagegen mit der durch soziale Netzwerke und digitale Medien omnipräsenten Enthüllungskultur und hat die Selbstdarstellungen junger Mädchen im Netz nachinszeniert. Wie viele Arbeiten der Ausstellung bestätigen Badens Bilder was auch Soziologen postulieren: Privatheit ist mittlerweile eine Illusion. Wir leben in der Ära der "Post-Privacy".

Privat
01.11.2012 – 03.02.2013
Schirn Kunsthalle
Frankfurt am Main




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