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Twisted Entities
Polnische Gegenwartskunst im Museum Morsbroich



Eine Parabel über gesellschaftliche Vereinzelung und Isolation: Aus dem Off raunt eine sanfte Stimme Botschaften wie „Prüfe deine Zahnfüllungen“ oder „Du fühlst dich gut“. „Gut, gut…“ antwortet daraufhin eine Gruppe von Männern, die in Rollstühlen auf einem Flugfeld herumfahren. Anna Molskas und Wojciech Bakowskis Videoarbeit Completed (2009) zeigt ein absurdes Szenario – wie ferngesteuert bewegen sich die Männer innerhalb eines großen, auf den Asphalt gemalten Kreises. Doch jeder rollt hier für sich allein. Es entsteht keine Choreografie, keine Gemeinschaft.

Twisted Entities. Zeitgenössische polnische Kunst heißt die Ausstellung im Leverkusener Museum Morsbroich, in der Completed jetzt zu sehen ist – gemeinsam mit Videos, Installationen und Skulpturen, die zeigen, wie sehr die aktuelle polnische Szene im Aufwind ist. Das Gebrochene, „Verdrehte“, das der Ausstellungstitel bereits andeutet, bezieht sich nicht nur auf die polnische Gesellschaft oder auf das Selbstverständnis einer neuen Künstlergeneration. Es geht auch um das Spiel mit den Medien, den Austausch zwischen unterschiedlichen Genres und Disziplinen, der für viele jüngere Künstler so typisch ist.

Dieser Trend zeichnete sich auch schon seit längerem bei „Views“ ab, dem wichtigsten Preis für polnische Gegenwartskunst, der 2003 von der Warschauer Zacheta Nationalgalerie gemeinsam mit der Deutschen Bank Polska und der Deutsche Bank Stiftung initiiert wurde. Diesen Herbst wird die Auszeichnung zum 6. Mal vergeben. Alle zwei Jahre präsentieren die Nominierten in der Nationalgalerie ihre jüngsten Werke. So war es auch mit Completed. Das mit Hilfe der Deutsche Bank Stiftung realisierte Video wurde hier 2009 gezeigt. Wie wichtig „Views“ als Plattform für junge polnische Kunst inzwischen geworden ist, zeigt auch die Ausstellung in Morsbroich: Unter den 14 Künstlern in Twisted Entities finden sich neun, die für die Auszeichnung nominiert waren, drei von ihnen zählen zu den "Views"-Preisträgern.

So etwa Konrad Smoleński, der 2011 ausgezeichnet wurde. Für The End of Radio (2011) hat er in einem der Museumsräume eine Barrikade aus Dutzenden von Mikrophonen installiert. Hier dienen sie allerdings nicht dazu, Stimmen aufzunehmen. Im Gegenteil. Den Mikrophonen entströmen verzerrte, sich überlagernde Stimmen. The End of Radio verbreitet eine unterschwellige Aggression, das Gefühl, das Stimmengewirr könnte jederzeit zu ohrenbetäubendem Lärm anschwellen. Smoleński verändert auch die Wahrnehmung des Ausstellungsraums: Der White Cube erscheint plötzlich als Ort einer latenten Bedrohung. Ob Aneta Grzeszykowska in der Videoarbeit Headache ihren eigenen nackten Körper zerstückelt, um die Fragmente zu bizarren Konstellationen neu zusammenzusetzen oder Monika Sosnowska ein Absperrgitter aus der sozialistischen Ära in ein dynamisches Liniengeflecht transformiert – in Twisted Entities werden Objekte, Körper und Räume dekonstruiert, verschoben und verdreht, um so Normen, Ordnungen und Regeln in Frage zu stellen.


Twisted Entities
Zeitgenössische polnische Kunst
27. Januar – 28. April 2013
Museum Morsbroich, Leverkusen




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