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Radikale Experimentierfreude und Originalität - Visions of Modernity im Deutsche Guggenheim
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Radikale Experimentierfreude und Originalität
Visions of Modernity im Deutsche Guggenheim


1997 eröffnete das Deutsche Guggenheim mit Robert Delaunays „Pariser Visionen“. Jetzt zeigt die Ausstellungshalle noch einmal Delaunay – gemeinsam mit Zeitgenossen wie Cézanne, Kandinsky und Picasso. Zum Abschluss der 15-jährigen Partnerschaft mit der Deutschen Bank präsentiert die Solomon R. Guggenheim Foundation in der Schau „Visions of Modernity“ Meisterwerke aus ihren Sammlungen.


Als einer der wichtigsten Impressionisten hat Claude Monet die Malerei revolutioniert, doch auch als etablierter Künstler hat er immer wieder Neues gewagt. Das zeigen auch die drei Dutzend Gemälde, die er 1908 in Venedig schuf – Bilder wie Der Palazzo Ducale, von San Giorgio Maggiore aus gesehen, eines der Hightlights in Visions of Modernity. Als Monets Venedig-Serie erstmals zu sehen war, begeisterte sie selbst die progressivsten Kunstkritiker. So lobte Guillaume Apollinaire, einer der Wegbereiter des Kubismus, ihre „Wahrhaftigkeit“, brachen diese Gemälde doch mit sämtlichen Konventionen traditioneller Darstellungen der Lagunenstadt. Nie zuvor wurde Venedig so radikal entmythologisiert und auf das Zusammenspiel von Stein, Licht, Wasser und Nebel, von Farbe und Atmosphäre reduziert.

Auch die anderen Künstler in Visions of Modernity stehen für „radikale Experimentlust und Originalität“, wie es die Kuratorin Megan Fontanella formuliert. Ob es kubistische Gemälde von Picasso und Gris sind, Abstraktionen von Kandinsky, Schwitters und Mondrian, ein Modigliani-Akt oder ein Calder-Mobile – die Arbeiten der Ausstellung dokumentieren die ungebrochene kreative Kraft dieser Meisterwerke. Zugleich erzählt die Ausstellung auch die Geschichte der Sammlung der Guggenheim Foundation. Seit ihrer Gründung im Jahr 1937 wurde sie durch umfangreiche Schenkungen und Ankäufe ständig erweitert. Es waren auch diese Arbeiten, die mit dazu beitrugen, dass das Guggenheim Museum und die Peggy Guggenheim Collection zu Flaggschiffen der modernen Kunst wurden.

Die Museumsgründer Solomon R. Guggenheim und Hilla Rebay, die visionären Kunstsammlerinnen Katherine S. Dreier und Peggy Guggenheim sowie die einflussreichen Galeristen Karl Nierendorf und Justin K. Thannhauser – sie alle waren Pioniere und sammelten mit Weitblick die Avantgarde des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Für die abschließende Ausstellung im Deutsche Guggenheim, Visions of Modernity – Impressionismus und Klassische Moderne in den Sammlungen der Guggenheim Foundation, werden Highlights aus den Sammlungen dieser sechs Kunstenthusiasten vereint. Zusammen erzählen sie die Geschichte wegweisender künstlerischer Innovationen.

Visions of Modernity:
Impressionismus und Klassische Moderne in den Sammlungen der Guggenheim Foundation

15.11.2012  17.02. 2013
Deutsche Guggenheim, Berlin




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