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Villa Romana-Preisträger 2014
Internationale Stipendiaten zu Gast in Florenz



Die Villa Romana-Preisträger 2014 stehen fest: Ei Arakawa und Sergei Tcherepnin, Natalie Czech, Loretta Fahrenholz sowie Petrit Halilaj und Alvaro Urbano werden einen zehnmonatigen Arbeitsaufenthalt in dem Künstlerhaus in Florenz verbringen. Dort steht ihnen ein Atelier zu Verfügung und zusätzlich werden sie mit einem monatlichen Stipendium unterstützt. Die diesjährigen Juroren – die Künstlerin Jutta Koether und Rein Wolfs, Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland – wählten die Preisträger aus zehn Kandidaten aus. Die Villa Romana-Auszeichnung ist der älteste deutsche Kunstpreis und wird seit 1929 von der Deutschen Bank und ihrer Stiftung unterstützt.

Seit ihrer Wiedereröffnung 2007 hat sich die Villa Romana in Florenz als international vernetztes Forum für aktuelle künstlerische Positionen etabliert. Das zeigt auch die Auswahl der neuen Preisträger: Der Japaner Ei Arakawa lebt in New York. Seine Performances, in denen sich die Grenzen zwischen Akteuren und Publikum auflösen, realisiert er auf der ganzen Welt. Häufig arbeitet er dabei mit anderen Künstlern zusammen, etwa dem New Yorker Komponisten Sergei Tcherepnin. Beide waren auch an Globe beteiligt, dem Festival zur Wiedereröffnung der Frankfurter Deutsche Bank Türme. Auf der aktuellen Venedig-Biennale gehören Arakawa und Tcherepnin zu den Künstlern des Georgischen Pavillons, für den sie gemeinsam mit Gela Patashuri eine Sound-Installation geschaffen haben.
 
Natalie Czech lebt und arbeitet in Berlin. In ihren konzeptuellen fotografischen Arbeiten beschäftigt sie sich mit den Wechselwirkungen zwischen Bild und Text, Poesie und bildender Kunst. Auch Loretta Fahrenholz ist in der Hauptstadt zuhause. Ihre experimentellen Filme zeigen die wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Bedingungen von Kunst- und Kulturproduktion.
 
Petrit Halilaj pendelt zwischen dem Kosovo, Berlin und Bozzolo in Italien. Sein künstlerisches Werk ist von den Ereignissen des Kosovokrieges geprägt. In Installationen, Filmen und Zeichnungen setzt er sich mit Themen wie Heimat, Erinnerung und Identität auseinander. In Venedig repräsentiert er gerade die Republik Kosovo – im ersten Biennale-Pavillon des jüngsten europäischen Staates. Der in Madrid geborene Architekt, Künstler, Kurator und Publizist Alvaro Urbano hat an Olafur Eliassons Institut für Raumexperimente in Berlin studiert. Er kooperiert mit Halilaj bei diversen Projekten. So geben sie gemeinsam das Kunstmagazin Kushtetuta heraus.

Mit Ausstellungen, Veranstaltungen und internationalen Gastkünstlern fördert die Villa Romana den Dialog zwischen Künstlern und Öffentlichkeit, wobei ein Schwerpunkt auf den Kulturen des Mittelmeerraums liegt. Im Sommer ist das Künstlerhaus in der Deutsche Bank KunstHalle zu Gast. Süden, ein zweiwöchiges Art, Music & Performance-Programm gibt Einblick in die Arbeit der Villa Romana. Mit dabei sind Gastkünstler aus Algier, Casablanca, Alexandria und Tirana und natürlich die Villa Romana-Preisträger 2013: Shannon Bool, Mariechen Danz, Heide Hinrichs und Daniel Maier-Reimer.




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