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Frauenpower in London
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Jeden Herbst ist London für vier Tage das Zentrum der internationalen Kunstszene: Die Frieze Art Fair und die Frieze Masters locken Besucher aus aller Welt in den Regent’s Park. Doch die Gäste und Bewohner der Metropole können sich nicht nur auf das Angebot von rund 270 ausgewählten Galerien auf den beiden Messen freuen. Denn zur Frieze bieten alljährlich auch die lokalen Institutionen spannende Ausstellungen. In dieser Saison liegt der Fokus eindeutig auf Künstlerinnen. So sind mit Dayanita Singh und Kara Walker zwei Positionen zu sehen, denen in den Frankfurter Deutsche Bank-Türmen jeweils eine Etage gewidmet ist. „Die Themen der Ausstellung sind provokant und explizit“ – so warnt das Camden Arts Centre potentielle Besucher der ersten umfassenden Kara Walker-Ausstellung in Großbritannien. Und tatsächlich setzen sich die wandgroßen Scherenschnitt-Tableaus der afroamerikanischen Künstlerin drastisch mit Repression, Gewalt, Rassismus und Sexualität auseinander. Dabei entsteht ein Teil der Arbeiten erst im Laufe der Ausstellung direkt vor Ort. Bereits 2002 wurde die Künstlerin mit einer großen Schau in Berlin vorgestellt: Das Deutsche Guggenheim zeigte ihre Zeichnungen und Scherenschitte aus der Sammlung Deutsche Bank.

Auch Dayanita Singh fordert die Konventionen heraus, auf jeden Fall was die Präsentation ihrer Fotoarbeiten betrifft. Statt gerahmte Abzüge an die Wände zu hängen, setzt die indische Fotografin auf Künstlerbücher und ihre sogenannten Museums. In Go Away Closer, ihrer Werkschau in der Hayward Gallery, sind diese zwischen Skulptur und Architektur oszillierenden Holzstrukturen erstmals zu sehen. Die Museums bieten die Möglichkeit, 70 bis 140 Fotos in immer neuen Anordnungen auszustellen. Parallel zu Singh feiert die Hayward Gallery mit Ana Mendieta eine Ikone der feministischen Kunst. Ihre radikalen Performances, aber auch die Foto- und Filmarbeiten der 1985 in New York verstorbenen Kubanerin wurden in den letzten Jahren verstärkt diskutiert und ausgestellt. Wiederentdeckt wird gerade auch Birgit Jürgenssen, deren Arbeiten aus den 1970er Jahren in der Alison Jacques Gallery gezeigt werden. Im Zentrum des Werks der 2003 verstorbenen Österreicherin steht der weibliche Körper.

Während Mendieta mit ihren rituell anmutenden Performances, bei denen Blut, Erde, Wasser und Feuer zum Einsatz kamen, die spirituell aufgeladene Seite der lateinamerikanischen Kunst repräsentiert, steht die Brasilianerin Mira Schendel (1919–1988) in der Tradition der Moderne. Ihre abstrakten Gemälde und die für sie so typischen Buchstabenzeichnungen auf Reispapier sind in der Tate Modern zu erleben – in der ersten großen Retrospektive der Künstlerin ausserhalb ihres Heimatlandes. Zu einer jüngeren Generation zählt Sarah Lucas. Zu Beginn ihrer Karriere in den 1990ern schockte sie das Publikum mit befleckten Matratzen, dieses Jahr war Lucas mit ihren Bronzeskulpturen bei der Venedig-Biennale vertreten. Die Whitechapel Gallery widmet ihr jetzt eine Ausstellung, die die Karriere der umstrittenen Künstlerin nachzeichnet.
 
Aufsehen erregt auch Zaha Hadids Restaurant für die neue Dependance der Serpentine Gallery. Die Stararchitektin hat ein ehemaliges Munitionslager in ein modernes Ausstellungshaus transformiert und mit einem futuristischen Anbau versehen, in dem man an asymetrischen Tischen speisen kann. Die Dynamik dieser strahlend weißen Glasfaserkonstruktion steht in einem krassen Kontrast zu der rigiden, klassizistischen Architektur des historischen Baus, in dem die Ausstellungen zu sehen sind. Eröffnet wird die Serpentine Sackler Gallery, die wie das Mutterhaus im Hyde Park liegt, mit einer ortsspezifischen Installation des Argentiniers Adrián Villar Rojas – monumentale graue Skulpturen, die das Gebäude fast zu sprengen scheinen. In der „alten“ Serpentine Gallery geht es dagegen etwas bescheidener, aber nicht weniger faszinierend zu. Hier steht mit Marisa Merz die „Grande Dame“ der Arte Povera auf dem Programm.




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