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"Ein tolles Entree" Die Presse über die Auftaktausstellung der KunstHalle

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„Ein tolles Entree“
Die Presse über die Auftaktausstellung der KunstHalle


Die Deutsche Bank KunstHalle eröffnete mit einer großen Schau von Imran Qureshi, dem „Künstler des Jahres“ 2013. Die erste europäische Ausstellung des aus Pakistan stammenden Künstlers präsentiert neben seinen Miniaturmalereien auch speziell für die Schau konzipierte, großformatige Leinwände. Die Presse ist begeistert von diesem Auftakt.


Schon vor der Eröffnung seiner Ausstellung in Berlin wurde Imran Qureshis Auszeichnung als "Künstler des Jahres" im pakistanischen Lahore gefeiert. Das Fest im National College of Art war Anlass für Sarah Khan, Qureshi in seiner Heimatstadt zu besuchen, um ihn in einer großen Reportage in der Weltkunst vorzustellen. Khan betrachtet den "Künstler des Jahres" als „Hoffnungsträger“. Sein „Erfolg könnte ihm helfen, den kunstdistanzierten Eliten und Politikern im Land zu bedeuten: Gebt Freiheit, gebt Geld, ermöglicht Kunst, und wir geben dem Land etwas Reputation zurück.“ Auch The Nation, eine der wichtigsten Tageszeitungen Pakistans, widmet dem Künstler und seinem Ausstellungsprojekten in der KunstHalle einen ausführlichen Bericht. Monopol kündigt Qureshis Arbeitenso an: „Der Künstler wurde in klassischer Miniaturmalerei ausgebildet und verwendet ihr Formenrepertoire weiter – nur dass er auf höchst originelle Art die Inhalte aktualisiert, so dass bärtige Männer in traditioneller Kleidung schon mal Camouflage-Socken tragen.“ In einem Vorbericht zu der Ausstellung scheibt Andrea Hilgenstock in dem Stadtmagazin Tip: „In der KunstHalle wird er die Miniaturmalerei zu neuem Leben erwecken.“

Und das hat Qureshi auch getan. „Die Kunsthalle hat sich wundersam in eine Wunderkammer mit labyrinthisch angelegten, dunklen Kabinetten verwandelt. Solitär strahlen die Miniaturen von Innen heraus, spärlich illuminiert im Dunkel der winzigen Kämmerchen, das hat etwas Sakrales.“ So Gabriela Waldes Eindruck der Schau. „Mit Qureshi hat die Kunsthalle ein tolles Entree hingelegt“, lautet das Fazit der Kunstkritikerin der Berliner Morgenpost. „Wie wertvolle Schätze tauchen seine Miniaturmalereien leerer Häuser aus dem Dunkel hervor“, schreibt Anna Patazcek vom Tagesspiegel. „Qureshis Kunst erweist sich als fremd und ästhetisch zugleich. Er ist politisch, ohne anzuecken, seine Sprache universal. Und er ist ein Brückenbauer zwischen Orient und Okzident.“

„Für die Schau“, so der Focus, „arbeitete der Miniaturmaler zum ersten Mal auf großformatigen Leinwänden mit Blattgold und blutroter Acrylfarbe.“ Qureshi „hat sich mit der neuen Größe der Werke kein bisschen übernommen“, urteilt Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung. „Es hat funktioniert, das Ergebnis, man kann es nicht anders sagen, ist so mutig wie überzeugend. Die blutroten Acrylfarben-Drippings – Qureshi arbeitet wie weiland Pollock nachgerade artistisch auf dem Fußboden – sind gleichnishaft geronnen zu zärtlichen Blutbädern.“ Auch Jochen Stöckmann von Deutschland Radio Kultur fühlt sich an den amerikanischen Action Painter erinnert: „Zwar verspritzt Imran Qureshi die Farbe nicht so gewalttätig wie einst der "dripper" Jackson Pollock, aber weil der gelernte Miniaturmaler aus Pakistan auf großen, ovalen Formaten rote Schlieren mit Bedacht über Blumenornamente legt, wirken seine doppelbödigen, mehrschichtigen Bilder umso nachhaltiger.“ Qureshi, so sein Fazit, „setzt Maßstäbe für die KunstHalle“. Brigitte Werneburg haben die Großformate dagegen nicht überzeugt: „Imran Qureshis Stärke sind deutlich seine Papierarbeiten“, erklärt die Kunstredakteurin der taz. „ Die bösen, zugleich schönen Blütenträume sind auch auf den großformatigen Leinwänden zu entdecken. (…) Allerdings wirken die Leinwände, wie sie jetzt in Berlin, im Haus Unter den Linden, präsentiert sind, vergleichsweise plakativ und eindimensional. An diesem Format muss der Künstler noch wachsen.“

Qureshis Werk changiert zwischen Schönheit und Schrecken. „Die Gemälde sind zugleich schön und furchteinflößend“, meldet Bloomberg News, „und mischen die Brutalität und Zerbrechlichkeit des modernen Lebens mit einem akribisch ausgeführtem, traditionellen Handwerk, das Jahrhunderte überlebt hat. Qureshi erklärt, dass seine exotischen Blumen für die Hoffnung auf eine bessere Zukunft in einer von Gewalt geprägten Gegenwart stehen“. Marie Kaiser von Radio 1 empfindet Qureshis „blutige Blütenträume“ als „aufwühlend“. „In seiner ersten europäischen Einzelausstellung“, berichtet das Stadtmagazin Zitty, „setzt sich Qureshi mit der brisanten sozialen Lage in seiner Heimat auseinander, jedoch ohne politische oder ästhetische Behauptungen plakativ in den Vordergrund zu rücken.“„Die Bilder“, so Barbara Wiegand von rbb Kultur, “bewegen sich stilistisch zwischen Tradition und Moderne. Faszinierend fein setzen sie die Schönheit des Lebens ebenso wie Terror und Tod in Farbe um.“ Die Ausstellung „steht auch für eine Öffnung des Programms, über die westliche Kunstszene hinaus. (…) Vielleicht gelingt es, neue Akzente für die Kunstwelt zu setzen. Mit Imran Qureshi wurde jedenfalls ein sehenswerter Anfang gemacht.“

„Die vermeintlichen Spuren brachialer Gewalt verwandeln sich mit einem Mal zu ornamentalen und expressionistischen Gespinsten von floral aufschäumender Opulenz“, schreib Birgit Sonna von der Art. „Qureshi ist nach der Mammutaufgabe für die Kunsthalle schon wieder auf dem Sprung zu neuen Großtaten: Während er Mitte Mai den Dachgarten des Metropolitan Museums in New York mit einer bestimmt auch nicht zimperlichen Bodenarbeit versehen wird, ist er danach von Biennale-Direktor Massimiliano Gioni nach Venedig eingeladen. Was das erneuerte Engagement der Deutschen Bank für zeitgenössische Kunst betrifft, so ist man nach der Auflösung der Allianz mit dem Guggenheim Museum erleichtert, dass es in den Räumlichkeiten Unter den Linden weitergeht. Allein schon deshalb, weil man nach den überzeugenden Präsentationen von Yto Barrada, Roman Ondák und nun Imran Qureshi nicht auf den Künstler des Jahres verzichten will.“




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