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"Mitunter atemberaubend" - Die Presse über die Frieze London und die Frieze Masters
"Ein tolles Entree" Die Presse über die Auftaktausstellung der KunstHalle

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„Mitunter atemberaubend“
Die Presse über die Frieze London und die Frieze Masters


Rund 70.000 Besucher strömten in die weißen Zelte im Regent’s Park, die Galeristen lobten die außergewöhnliche Dynamik der beiden Frieze Messen. Als Hauptsponsor ist die Deutsche Bank bereits zum zehnten Mal Partner der Frieze London. Und sie engagiert sich auch für die im letzten Jahr initiierte Frieze Masters. Die Presse begeistert sich für beide Kunstevents: Besonders die Einzelpräsentationen von Künstlern wie Dan Graham stoßen auf positive Resonanz, während die Koons-Schau bei Gagosian – natürlich – heiß umstritten ist.


“Jeden Oktober bietet die Londoner Frieze Art Fair eine Woche lang Networking auf höchstem Niveau.“ So charakterisiert die New York Times die Kunstmesse im Regent’s Park. „Die Frieze“, schreibt Artlyst, „ist eine internationale Vereinigung von Kunst, Macht, Geld und Celebrities.“ Zu diesen Stars zählt auch Jeff Koons. Zwar war der New Yorker Künstler nicht vor Ort, doch seine One Man Show bei Gagosian ist eines der dominierenden Themen der Journalisten. „Kunst für Oligarchen“ lautet das harte Urteil des Guardian-Kolumnisten Nick Cohen, während sich der Observer an seinen „shiny, happy sculptures“ erfreut. „Ich verabscheue Koons“, schreibt Jackie Wullschlager in der Financial Times, „doch als Statement für seine Rolle in der Geschichte der konzeptuellen Skulptur ist Gagosians Präsentation unangreifbar.“ Das sieht Tim Ackermann von der Welt am Sonntag anders: „Gagosians Koons-Festspiel mit gleich vier schimmernden Skulpturen des Künstlers wirkt mittlerweile wie das Röhren eines Platzhirschs, der seine Marktdominanz noch einmal bekräftigen möchte. In Wahrheit ist die lustige Bling-Bling-Zeit vorbei.“ Ackermann empfindet die 11. Ausgabe der Frieze London dann auch als „weniger grell, weniger erpicht aufs schnelle Geschäft. Die aktuelle grundsolide Entwicklung des Kunstmarkts macht sich bemerkbar.“

„In den zehn Jahren seitdem die Frieze Art Fair zum ersten Mal ihr Zelt im Regent’s Park aufschlug, hat sie sich zur weltweit wohl wichtigsten Messe für Gegenwartskunst entwickelt“, schreibt The Week. „Als kultureller Event zugleich cool und renommiert zu sein – das ist das eine“, bemerkt die Financial Times. „Der Frieze ist dies mit bemerkenswerter Geschwindigkeit gelungen. Diese Position zu halten ist allerdings eine Frage der Innovation. So lancierte die Frieze im letzten Jahr gleich zwei überraschende Projekte – Frieze New York und Frieze Masters.“ Und diese Messe war „sowohl für das breite Publikum als auch für die Insider der Kunstszene ein echter Erfolg.“ Bei der zweiten Ausgabe der Masters überzeugen das Blatt vor allem die Einzelpräsentationen von Künstlern wie Richard Long bei der Lisson Gallery oder Alice Neel bei Victoria Miro.

„Die Frieze Masters, die sich in diesem Jahr auf 130 Stände erweitert hat, ist jetzt die schönste und exklusivste Messe Europas“, urteilt der Tagesspiegel. „Auf keiner Messe wird so viel kuratorische Arbeit geleistet. Die ‚Spotlight‘-Sektion bringt Künstler des späten 20. Jahrhunderts in Erinnerung, die im Kunstmarktbetrieb an den Rand gedrängt wurden.“ Für Art Newspaper „ist Alt das neue Neu, denn die Käufer zeitgenössischer Kunst lenken ihren Entdeckergeist verstärkt in die Vergangenheit.“  „Alle sind sich einig“, so Wallpaper, „die Frieze Masters ist ein Triumph.“ „Das Angebot ist mitunter atemberaubend“, meldet Monopol. Ähnlich sieht das die Neue Zürcher Zeitung: „Viele Galeristen haben keinen Aufwand bei der Gestaltung ihrer Stände gescheut. Einige kuratierte Kleinausstellungen erreichen musealen Charakter.“

Der Erfolg der Masters hat auch die Hauptmesse verändert: „Die Frieze Masters hat die Frieze gewissermaßen neu definiert.“ So zitiert der australische Sydney Morning Herald den White Cube-Ausstellungsdirektor Tim Marlow. „Die ursprüngliche Frieze scheint einen Reifungsprozess durchgemacht zu haben“, urteilt die New York Times. „Die Händler zeigen eine Auswahl eher konservativer Arbeiten von Künstlern mit gesicherter Erfolgsbilanz.“ Dazu bemerkt die Zeit: „Die Fokussierung auf die ‚Meister‘ in dem Masters-Zelt färbt auf die immer noch der jüngsten Kunstproduktion gewidmete Frieze London ab. Hier zeigt etwa die Londoner Galerie Lisson (…) diesmal nur eine einzige große Installation von Dan Graham.“ Das sieht das Magazin ART ganz ähnlich: „Der Erfolg von Frieze Masters hat auf die Hauptmesse abgefärbt und das ist gut so. Auch hier hat man als Besucher nun mehr Bewegungsfreiheit, alles ist großzügiger und dadurch weniger hektisch.“ Die Vogue schreibt: „Trotz des großen und vielfältigen Angebots der Messe erlaubte das neue Design von Architekt Carmody Groarke eine übersichtliche Ansicht der gezeigten Werke.“ Euronews betont das breite Angebot der Frieze London: „Eine neue Tendenz ist das Hervortreten afrikanischer Künstler. Gleich zwei Galerien präsentieren zeitgenössische Positionen aus Afrika.“ Und einen neuen Hot Shot haben die Journalisten auch ausgemacht – Oscar Murillo, der sich, wie der Guardian berichtet, noch vor zwei Jahren als Putzmann durchschlagen musste. „Für den als ‚neuen Basquiat‘ gefeierten Londoner Kolumbianer“, so der Tagesspiegel, „musste man schon einen Platz auf der Warteliste haben.“ Ob man sich für die Stars von Morgen auf der Frieze London oder die Wiederentdeckungen von Gestern auf der Frieze Masters interessiert, in einem Interview mit dem Internet-Kunstportal Artsy gibt Kurator Alistair Hicks von der Londoner Kunstabteilung der Deutschen Bank den Messebesuchern folgenden Rat: „Seien Sie so offen wie möglich für neue Ideen.“ Denn: „Nichts ist so spannend wie seine Meinung zu ändern.”

Achim Drucks




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