Victor Man – Zephir
Der „Künstler des Jahres“ 2014 in der Warschauer Zachęta

Victor Man gilt als bedeutender Erneuerer der Malerei. Seine Bilder gleichen dunklen Seelenlandschaften und kreisen um existenzielle Themen. Als „Künstler des Jahres“ 2014 verwandelte der 1974 geborene Rumäne die Deutsche Bank KunstHalle in einen Sakalraum, in dem seine Werke wie kostbare Reliquien inszeniert waren. Nach der Premiere in Berlin gastiert Victos Mans erste umfassende institutionelle Einzelausstellung jetzt in der Warschauer Zachęta Nationalgalerie. Das Museum ist ein langjähriger Partner der Deutschen Bank: 2003 initiierten die Deutsche Bank Stiftung gemeinsam mit dem Museum den „Views“-Preis für junge polnische Kunst.

Zephir, so der Titel der Schau, entführt den Betrachter in einen malerischen Kosmos, in dem sich rätselhafte Metamorphosen vollziehen. Belebtes und Unbelebtes, Menschliches und Tierisches, Männliches und Weibliches sind hier in ständigem Austausch begriffen. In Victor Mans Œvre treten immer wieder autobiografische Elemente in einen Dialog mit der Kunstgeschichte – seien es Verweise auf Meister der Renaissance wie Botticelli und Mantegna oder „moderne Klassiker“ wie de Chirico und vor allem Balthus. Gekonnt entziehen sich seine Bilder der schnellen Rezeption: Sie sind dunkel, eher kleinformatig, fast intim. Man muss an sie herantreten und genau hinsehen, um sie tatsächlich zu erfassen. Doch immer bewahren Victor Mans ebenso zeitlose wie visionäre Gemälde ihr Geheimnis.

Nach der Station in der Zacheta ist Victor Man. Zephir vom  24.Oktober 2014 bis zum 11. Januar 2015 im Münchner Haus der Kunst zu sehen.

Victor Man. Zephir
08.07. - 31.08.2014
Zachęta, Warschau