Weltoffen und kosmopolitisch: Deutsche Bank fördert
Kochi-Muziris Biennale in Indien

108 Tage, 94 Künstler aus 30 Ländern, 8 Veranstaltungsorte: Die zweite Ausgabe der Kochi-Muziris Biennale versteht sich als Kunstereignis mit internationalem Anspruch. Die von der Deutschen Bank geförderte Schau ist die erste und einzige Biennale für Gegenwartskunst in Indien – und sie hat ein hoch gestecktes Ziel: „Die Kochi-Muziris Biennale möchte das neue Selbstbewusstsein der indischen Bevölkerung zeigen, die langsam aber sicher eine neue Gesellschaft aufbaut, die liberal, offen, gleich und demokratisch ist“, so ein Statement der Biennale-Macher. Unter dem Titel Whorled Explorations spiegelt die Biennale den kosmopolitischen Geist der südindischen Region wider: Kochi ist bereits seit mehr als 600 Jahren ein blühendes Zentrum des globalen Handels. Die Hafenstadt setzt damit die bis ins 1. Jahrhundert vor Christus zurückreichende Tradition der nahegelegenen antiken Metropole Muziris fort.

Neben jungen indischen Positionen wie Arun KS oder Manish Nai präsentiert der Künstler und Biennale-Kurator Jitish Kallat auch „Klassiker“ wie die Fotokünstlerin Dayanita Singh, der in den Frankfurter Deutsche Bank-Türmen eine Etage gewidmet ist. Auch zahlreiche andere Künstler aus der Sammlung wurden eingeladen: Adrian Paci, ebenfalls ein „Etagenkünstler“, zeigt die Videoinstallation The Column. Eine Serie von Fotoarbeiten zu diesem Projekt des in Italien lebenden Albaners wurde kürzlich für die Sammlung Deutsche Bank angekauft. Auch Anish Kapoor, Kader Attia und das Raqs Media Collective zählen zu den Sammlungskünstlern in der Schau. Vermittlung wird bei der Kochi-Muziris Biennale großgeschrieben: Neben Künstlergesprächen und speziellen Angeboten für Kunststudenten stehen zahlreiche Kreativ-Workshops für Kinder und Jugendliche auf dem Programm.

Kochi-Muziris Biennale 2014
Whorled Explorations

bis 29.03.2015