„Malerhelden können auch anders“
Die Presse über „.....Höhere Wesen befehlen“ in der Deutsche Bank KunstHalle

Die unbekannte Seite einer bedeutenden Sammlung. Zum 10-jährigen Jubiläum des Museums Frieder Burda in Baden-Baden präsentiert die Deutsche Bank KunstHalle die Schau „.....Höhere Wesen befehlen“ mit ausgewählten Papierarbeiten von Georg Baselitz, Willem de Kooning, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Neo Rauch und Gerhard Richter. Die Presse ist begeistert von dieser Hommage an das Medium Zeichnung.
„Zeichnungen fungieren wie Fenster ins Innere des Werkes“,  bemerkt Simone Reber im Tagesspiegel zu der Schau .....Höhere Wesen befehlen in der Deutsche Bank KunstHalle. „Sie erlauben Einblicke in unkontrollierte Bewusstseinsströme. Anders als auf der Leinwand kann auf Papier nicht beliebig korrigiert werden. Deshalb erfordern die Zeichnungen den Mut zum Unfertigen. Das führt zu aparten Erkenntnissen.“ Sie kritisiert allerdings, dass es sich bei der Schau um eine „reine Männerrunde“ handelt. Ihr fehlt die „Spannung zwischen weiblichem und männlichem Blick.“ Moritz Götz begeistert sich in der Berliner Morgenpost vor allem für die Gegenüberstellung von Baselitz und de Kooning: „Beide Künstler arbeiten ähnlich brachial und abgründig mit ihren Figuren.“ Neben der BZ empfehlen auch das airberlin magazin und die Website Kunstleben Berlin einen Besuch der Ausstellung. Die Blätter in dieser „fulminanten Zeichnungs-Schau“, so Ingeborg Ruthe in der Berliner Zeitung und der Frankfurter Rundschau, „funktionieren gänzlich als eigenständige Bilder, sind Zeugnisse dafür, wie der schöpferische Geist sich umweglos, intuitiv, spontan Ausdruck verschafft – aufs Papier fließt, kriecht, springt.“

„Es müssen nicht immer Öl und Leinwand sein, wenn ein Künstler neue Wege in seinem Werk erkundet. Oft sind es gerade Arbeiten auf Papier, mit denen Inspirationen erstmals leichtfüßig und schnell erprobt werde“, schreibt der Focus. In der Deutsche Bank KunstHalle begegnet man immer wieder Bildern „mit denen der Künstler in ein für ihn unbekanntes Terrain aufbricht und sich tastend neuer Ideen vergewissert. Eine von Goetz Adriani und Friedhelm Hütte so klug wie anregend kuratierte Schau“, so das Fazit des Magazins. Das sieht die taz ähnlich: „Hier kann man als Besucher nichts falsch machen. (…) Wie fast immer ist der KunstHalle eine exzellent-anregende Konstellation in der Hängung gelungen.“ Und Ingeborg Wiensowski bemerkt auf Spiegel online: „Malerhelden können auch anders. (…). Ihre kleinen, schnellen Arbeiten können genauso aussagekräftig sein wie große Gemälde.“ Für sie steht das Medium Zeichnung „für das Private und weniger Offizielle. Die Ausstellung ist damit auch eine Erholung von großen Gesten im aufgeregten Kunstbetrieb. Zeichenkunst von Malerstars: Minimale Mittel, maximaler Ausdruck.“